Ein paar Urlaubstage und strahlender Sonnenschein. Ideale Voraussetzungen für einen Abstecher in die Schweiz! Eine Stadtbesichtigung in Zürich steht schon seit Langem auf meiner Wunschliste. Und wenn wir schon mal in der Gegend sind, lohnt sich ein Zwischenstopp am Rheinfall in Schaffhausen …
[23. Aug. 2007] — Um 9 Uhr geht's los in Richtung Schweiz. Knapp zwei Stunden später erreichen wir Schloss Laufen
in Schaffhausen. Am Kassenschalter im Souvenir-Shop erleichtert uns eine schon etwas betagte Dame um die Eintrittsgebühr von 1 CHF.
Dann dürfen wir die Treppe zur Besichtigungsplattform
des Rheinfalls
hinab steigen. Der ohrenbetäubende Lärm der über die Felsen stürzenden Wassermassen
wird mit jeder Stufe lauter. Auf der Plattform angekommen ist das Donnern dieses fantastischen Naturschauspiels auf einen Lärmpegel angeschwollen, der jede Unterhaltung unmöglich macht.
Der Rheinfall ist der größte Wasserfall Europas. Über eine Breite von 150 m und eine Höhe von 23 m stürzen bei mittlerer Wasserführung des Rheins 700 m³ Wasser pro Sekunde über die Felsen. Wer dieses Spektakel hautnah erleben möchte, kann eine Felsenfahrt buchen und den mittleren Felsen
besteigen, an dessen Flanken die Wassermassen in die Tiefe brausen. ![]()
Doch wir verzichten auf das Abenteuer und fahren weiter nach Zürich …
Gegen 13 Uhr erreichen wir Zürich. Nachdem wir unseren Wagen in der Nähe des Kongressgebäudes „parkiert“ haben, unternehmen wir einen kleinen Bummel durch die Stadt. Zunächst schlendern wir am Zürichsee
entlang, über den General Guisan Quai bis zum Bürkli-Platz. Dort biegen wir in die Bahnhofstraße ab.
Die Bahnhofstraße
gilt als die Einkaufsmeile schlechthin. Auf ca. 1,2 km Länge reihen sich zahlreiche Warenhäuser, Designer-Boutiquen, Schmuck- und Uhrengeschäfte und auch einige Luxushotels aneinander. Sie ist nach dem Vorbild französischer Boulevards gestaltet, autofrei und mit 200 Linden bepflanzt. Mit einem Mietpreis bis zu 4.000 CHF (ca. 2.400 €) pro Quadratmeter und Jahr ist die Bahnhofstraße eines der teuersten Pflaster Europas.
Auf Höhe der Börsenstraße gelangen wir in einen beschaulichen kleinen Innenhof, den Kappeler Hof.
Seine Mitte schmückt ein kleiner Springbrunnen. An dessen Flanken hat ein Cafébetreiber seine Bistrotische und -stühle aufgestellt.
Hinter dem Kappeler Hof schließt sich die Kappelergasse an. Wir überqueren die Gasse und gelangen so in den Zentral Hof. Schließlich führt uns unser Spaziergang zurück auf die Bahnhofstraße auf Höhe des Parade Platzes.
Der Parade Platzes ist das Herzstück der Bahnhofstraße. Hier haben die Schweizer Großbanken ihren Hauptsitz. Vom Parade Platz aus hat man zudem einen schönen Blick auf eine der drei großen Kirchen der Stadt, dem Fraumünster. ![]()
Weiter führt uns unser Weg in die Augustinergasse,
eine leicht ansteigende Straße mit malerischen Häusern aus dem 14. Jh. Über den Münzplatz geht es weiter zum Lindenhof
. Über den Dächern der Altstadt hat man von hier aus einen schönen Blick auf den Limmat
und die gegenüber liegende Stadthälfte.
Der Brunnen (aus dem Jahr 1912) mit der Frauenfigur auf der Säule
erinnert an die Zürcher Frauen, die sich 1292 während einer Belagerung den anstehenden Habsburgern entgegen stellten und in die Flucht schlugen.
Vom Lindenhof geht es bergab in Richtung Pfalzgasse.
Hier werden die engen Gassen immer schmaler und verwinkelter. ![]()
Am Limmat geht es nun weiter flussabwärts die Wühre entlang, bis wir den Münsterhof erreichen. Von hier aus bieten sich mir gleich zwei fantastische Ausblicke: Linker Hand schaue ich auf die Rathausbrücke und das Zürcher Rathaus.
Es wurde zwischen 1694 und 1698 im Stil der deutschen Renaissance erbaut. Seit 1803 dient es als Sitz des Kantonsrats Zürich.
Rechter Hand schweift mein Blick auf die Münsterbrücke und das Großmünster.
Seine Zwillingstürme sind das Wahrzeichen der Stadt Zürich.
Über den Stadthaus Quai gelangen wir wieder zum Bürkli-Platz. Dann geht es zurück zum Auto.