15.05.2008 - 14:25 Uhr  
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Fotos „Phantasie in Eis“ – Ice World 2004/2005 in Lübeck

„Phantasie in Eis“ – unter diesem Motto fand vom 10. Dezember 2004 bis 23. Januar 2005 das 2. Eisskulpturen-Festival in Lübeck statt. Von Ice Carvern aus aller Welt wurden 440 Tonnen des gefrorenen Nasses in kunstvolle Skulpturen verwandelt.

Ice World [21. Dez. 2004] — Ice World ich komme! Eigentlich wollte ich ja schon letztes Jahr hinfahren. Aber die Vorstellung von einer minus 10 Grad kalten Ausstellungshalle hat mich wirkungsvoll abgeschreckt. Und wieder fröstele ich schon allein bei der Vorstellung. Also besser ein paar „Schichten“ mehr anziehen. Und auf keinen Fall Mütze, Schal und Handschuhe vergessen!

Ich bin noch etwas skeptisch, ob es wirklich clever ist, so kurz vor Weihnachten hinzufahren. Bestimmt ist es ziemlich voll und ich muss ewig an der Kasse anstehen. Letztes Jahr soll es einen Riesenandrang gegeben haben. Mit mehreren STUNDEN Wartezeit. Aber da die Weihnachtsferien in Schleswig-Holstein noch nicht begonnen haben, bin ich guter Dinge.

Und ich habe Glück. Als ich das Eisskulpturen-Zelt erreiche, kann ich sofort zur Kasse durchgehen. Und dann tauche ich ein in eine traumhafte Winterlandschaft auf 1.750 m². 70 Künstler aus 15 Nationen haben innerhalb von vier Wochen eine Märchenwelt aus Eis gezaubert. Die Halle ist in ein gedämpftes Licht getaucht, das den Eisskulpturen ein eisiges Glitzern verleiht. Die Skulpturen selbst werden mit bunten Beleuchtungseffekten angestrahlt. Durch die Reflexion des Eises schimmern sie in Regenbogenfarben. Faszinierend! (Wenn es doch nur nicht so schweinekalt wäre).

Ice World Eine halbe Stunde später bin ich bis auf die Knochen durchgefroren. Die Minusgrade gehen ganz schön unter die Haut. Doch die eisige Kälte ist erforderlich, um die bis zu sechs Meter hohen Eiskreationen (unabhängig von der Außentemperatur) in Form zu halten. Meine rechte Hand ist vor Kälte fast taub. Sie fühlt sich an, als wäre sie ein Stück totes Fleisch, das nicht zu meinem Körper gehört. Das ist der Preis für meinen Foto-Wahn, denn mit den dicken Fäustlingen kann ich nun mal nicht auf den Auslöser drücken. Daher steckt mein rechter Handschuh schon seit einer ganzen Weile in meiner Jackentasche.

Zum Auftauen mache ich einen Abstecher in die Wintercafeteria. Hier ist es gemütlich warm. Und der heiße Punsch und die warmen Schmalzkuchen schmecken wirklich lecker. Langsam stellt sich die normale Körpertemperatur wieder ein. Also auf zur zweiten Runde …

Fazit: Der Besuch der Ice World Lübeck hat mir sehr gut gefallen. Ich bin schwer begeistert. Absolut empfehlenswert. 
(Bleibt nur zu hoffen, dass er gefürchtete Schnupfen ausbleibt.)

Im Rahmen dieser Ice World wurde übrigens die ICEART World Championship 2004 – die Weltmeisterschaft der Eiskünstler – ausgetragen. An der WM nahmen 15 Nationen-Teams mit jeweils zwei Eisskulpteuren teil. Den Weltmeistertitel errang das japanische Nationenteam. Der 2. Platz ging an Deutschland, Platz 3 an das Team aus Österreich. Die WM-Ergebnisse wurden in der Ice World ausgestellt.

Welches Eis eignet sich zum Carven von Eisskulpturen?
Zum Bau von Eisskulpturen wird ganz normales Eis verwendet. Da jedoch die Umstände, in denen Wasser einfriert, unterschiedlich sein können, gibt es auch verschiedene Sorten von Eis. Die jeweilige Sorte des Eises ist abhängig von dessen Temperatur und dem Druck, der auf das Eis ausgeübt wird. Je geringer der Luftgehalt im Eis ist, desto mehr verändert sich die Farbe von weiß nach blau oder blaugrün. Darum ist die Farbe von frisch gefrorenem Eis weiß und die von Gletschereis oft blau. Zum Bauen von Eisskulpturen werden kristallklare Eisblöcke verwendet. Die Herstellung erfolgt in Edelstahl-Wannen, in denen die Eisblöcke von unten nach oben bei einer Temperatur von minus 11 bis 15 Grad gefrieren. Der Gefrierprozess der Eisblöcke dauert von 3 Tagen bis zu 6 Wochen. Haben die Blöcke ihre Form erreicht, werden sie in Kühlzellen geladen und anschließend per Kühlcontainer zum Veranstaltungsort transportiert.

Fotos


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