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11.03.2010 | 13:36 Uhr
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Tag 1 – Do, 23. Aug. 2007 –
Strecke: Stuttgart – Rheinfall (Schaffhausen) – Zürich – Heiligenberg – Überlingen – Heiligenberg (376 km)
Unterkunft: Landgasthof zur Post,
Heiligenberg, Betenbrunn 17 (63 € DZ inkl. Frühstück)
Zürich ist die größte Stadt der Schweiz und Hauptort des Kantons Zürich. Die Kernstadt, die eine Fläche von 92 km² einnimmt, zählt rund 380.000 Einwohner. Die Metropolregion, die große Teile des östlichen und zentralen Schweizer Mittellands umfasst, hat 1,68 Mio. Einwohner. Zürich ist das wichtigste wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum der Schweiz. Laut einer Studie aus dem Jahr 2008 ist es die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität.
Gegen 13 Uhr erreichen wir Zürich. Nachdem wir unseren Wagen in der Nähe des Kongressgebäudes „parkiert“ haben, unternehmen wir einen kleinen Bummel durch die Stadt. Zunächst schlendern wir am Zürichsee
entlang, über den General Guisan Quai bis zum Bürkliplatz.
Von hier aus starten die zwei ältesten Zürichseeschiffe, die „Stadt Zürich“ (Baujahr 1909) und die
„Stadt Rapperswil“ (Baujahr 1914),
zur Zürichsee-Rundfahrt. Beide fahren mit Dampf und Schaufelrädern.
Vom Bürkiplatz biegen wir in die Bahnhofstraße
ab. Sie gilt als die Einkaufsmeile schlechthin. Auf ca. 1,4 km Länge reihen sich zahlreiche Warenhäuser, Designer-Boutiquen, Schmuck- und Uhrengeschäfte und auch einige Luxushotels aneinander. Sie ist nach dem Vorbild französischer Boulevards gestaltet, autofrei und mit 200 Linden bepflanzt. Mit einem Mietpreis bis zu 4.000 CHF (ca. 2.700 €) pro Quadratmeter und Jahr ist die Bahnhofstraße eines der teuersten Pflaster Europas.
Auf Höhe der Börsenstraße gelangen wir in einen beschaulichen Innenhof, den Kappelerhof. In der Mitte des Hofs befindet sich eine kleine Parkanlage mit Bänken, die zum Verweilen einladen. Hinter dem Kappelerhof schließt sich die Kappelergasse an. Wir überqueren die Gasse und gelangen so in den Zentralhof (ehemals Posthof).
Bis zur Mitte des 19. Jh. befand sich hier das Zentrum des ostschweizerischen Postkutschenverkehrs.
1877 wurde die einstige Pferdetränke durch einen mächtigen gusseisernen Brunnen mit vier wasserspeienden Flügellöwen ersetzt.
An dessen Flanken hat ein Cafébetreiber seine Bistrotische und -stühle aufgestellt.
Schließlich führt uns unser Spaziergang zurück auf die Bahnhofstraße auf Höhe des Paradeplatzes. Der Paradeplatz ist das Herzstück der Bahnhofstraße. Hier haben die Schweizer Großbanken ihren Hauptsitz.
Der Junobrunnen,
der den Platz zwischen dem Modehaus Grieder
und dem Luxushotel Savoy schmückt, stammt aus dem Jahr 1872.
Blickt man vom Paradeplatz die Poststaße entlang, hat man einen schönen Blick auf eine der drei großen Kirchen der Stadt,
dem Fraumünster.
Die Kirche und das Kloster wurden von den Karolingern gegründet und gehen auf das Jahr 853 zurück. Der Glockenturm kam 1732 hinzu. Das Besondere der Kirche sind die bunten Fenster mit Glasmalereien von Marc Chagall, die Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament darstellen.
Weiter führt uns unser Weg in die Augustinergasse,
eine leicht ansteigende Straße mit malerischen Häusern aus dem 14. Jh. Ursprünglich wohnten hier Kleinhandwerker. Als sich im 17. Jh. vermehrt wohlhabende Fabrikanten in der Augustinergasse niederließen, wurden viele der Häuser mit prunkvoll geschnitzen Erkern verziert, einige sogar mit doppelstöckigen.
Über den Münzplatz geht es weiter zum Lindenhof,
der sich auf einem markanten Hügel links der Limmat befindet.
Über den Dächern der Altstadt hat man von hier aus einen traumhaften Blick auf den Fluss
und das gegenüber liegende Quartier Rathaus.
Der Lindenhofbrunnen (aus dem Jahr 1912) mit der geharnischten Frauengestalt auf der Säule
erinnert an die Legende der tapferen Zürcherinnen, die 1292 in Kampfmontur das Heer von Herzog Albrecht von Österreich
abschreckten, als dieses der Stadteroberung schon beängstigend nahe war. Vom Lindenhof laufen wir bergab in Richtung Pfalzgasse.
Hier werden die engen Gassen immer schmaler und verwinkelter.
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An der Limmat geht es nun weiter flussabwärts die Uferstraße Wühre entlang, bis wir den Münsterhof erreichen. Von hier aus bieten sich mir gleich zwei fantastische Ausblicke: Linker Hand schaue ich auf die Rathausbrücke und das Zürcher Rathaus.
Es wurde zwischen 1694 und 1698 im Stil der deutschen Renaissance erbaut. Seit 1803 dient es als Sitz des Kantonsrats Zürich.
Rechter Hand schweift mein Blick auf die Münsterbrücke und das Großmünster.
Das jetzige Münster entstand im Wesentlichen zwischen 1100 und 1250. Seine Zwillingstürme, die drei verschiedene Baustile aufweisen, sind das Wahrzeichen der Stadt Zürich. Die drei unteren Geschosse sind romanisch. Darüber wurde (1490 – 1492) ein spätgotisches Geschoss angefügt. Die Achteckhauben an der Spitze stammen aus der Neugotik.
Über den Stadthaus Quai gelangen wir wieder zum Bürkli-Platz. Dann geht’s zurück zum Auto. Von Zürich führt uns unser Weg über Konstanz ans „Schwäbische Meer“.