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25.04.2014 | 04:25 Uhr

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London Sehenswürdigkeiten – Fotografischer Bummel durch die Stadt

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Seit meinem ersten London-Besuch im Herbst 2001 hat es mir die Stadt regelrecht angetan. Zwischenzeitlich war ich drei weitere Male dort, so dass ein Reisebericht längst überfällig ist.

Mein zweiter London-Aufenthalt fiel in die Vorweihnachtszeit 2002 und war quasi ein Weihnachtsbummel durch die Metropole. Im Juli 2003 habe ich zwei Wochen in London verbracht, um meine Englisch­kenntnisse an der Regent School ordentlich aufzufrischen. In dieser Zeit die meisten Fotos entstanden, da ich jede freie Minute genutzt habe, um London zu erkunden. Mein letzter Besuch führte mich Pfingsten 2004 in die britische Hauptstadt. Der folgende Bericht umfasst also meine Erfahrungen und Erlebnisse aus vier Jahren London Sightseeing.

London im Kurzüberblick

Das Ballungszentrum „Greater London“ besteht aus der City of London und 32 Stadtbezirken, den so genannten Boroughs (wie zum Beispiel Westminster, Kensington & Chelsea, Greenwich, Camden …). Zwölf dieser Boroughs inklusive der City bilden den inneren Bereich „Inner London“. Die restlichen gehören zu „Outer London“, also dem äußeren Bereich. Circa 7 Mio. Menschen leben in Greater London, knapp 5.000 davon in der City. Der Großraum London umfasst 1.579 km², wovon 80 km² Parks und Grünanlagen ausmachen. Die City of London ist dagegen verhältnismäßig klein, sie nimmt nur eine Fläche von 2,74 km² ein.

London ist eine multikulturelle Stadt, in der gut 1 Mio. Inder, Pakistani, Bangladeschi, Westinder, Afrikaner und Angehörige anderer Volksgruppen leben. So wundert es nicht, dass laut einer Schulzählung 147 verschiedene Sprachen in Inner London gesprochen werden.

Vom Trafalgar Square nach Westminster

Beginnen wir unsere Foto-Tour am Trafalgar Square. Das ist mein persönlichen Lieblingsplatz in London, an dem mir besonders die zwei großen Springbrunnen gefallen. Trafalgar Square, London Trafalgar Square, London Sein Name geht auf die Seeschlacht vor Kap Trafalgar im Jahr 1805 zurück. In besagter Schlacht besiegten die Briten unter Admiral Lord Nelson die vereinigten Seemächte von Frankreich und Spanien. Dabei kam Lord Nelson ums Leben. Mit der 56 Meter hohen Nelson-Säule, Nelson Säule, London die 1842 in der Mitte des Platzes errichtet wurde, setzte man ihm ein Denkmal. Den würfelförmigen Sockel der Statue schmücken Bronzereliefs und am Fuße der Säule liegen vier kolossale Bronze-Löwen.

An der Nordseite des Platzes befindet sich die National Gallery, National Galery, London eine der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mich die Gemäldesammlung nicht die Bohne interessiert. Wohl aber das klassizistische Bauwerk, mit seinen vorgelagerten Säulen, dem Dreiecksgiebel und der mittigen Kuppel, das die Sammlung beherbergt. Die Nordost-Ecke schmückt die St. Martin-in-the-Fields, St. Martin-in-the-Fields, London eine Kirche, die zwischen 1721 und 1726 gebaut wurde. Die Kombination aus Tempelfassade und Kirchturm sieht schon etwas eigenartig aus. Auf einer Verkehrsinsel an der Südseite des Platzes steht das Reiterstandbild von Charles I. Reiterstandbild von Charles I., London Seit 1677 markiert es an dieser Stelle den ehemaligen Standort des Charing Cross, den exakten geografischen Mittelpunkt der Stadt.

Auf dem Trafalgar Square finden alljährlich zahlreiche Veranstaltungen statt. So versammeln sich hier beispielsweise an Silvester viele Menschen, um den Jahreswechsel zu feiern.

Geht man vom Trafalgar Square in südliche Richtung erreicht man die Whitehall, einem Straßen­abschnitt, der vom Trafalgar Square zum Parlaments­gebäude führt. Die Whitehall gilt als politisches Zentrum des Landes, da sich hier unter anderem einige wichtige Ministerien befinden. An der Ecke Whitehall und Downing Street No. 10, Downing Street, London Downing Street, London hat der Premierminister seinen Amtssitz. Als ich zum ersten Mal in der Straße war, wäre ich fast an dem Gebäude vorbei gelaufen, denn von Außen macht es einen eher unscheinbaren Eindruck. Nur der hohe Eisenzaun und der Wachposten lassen darauf schließen, dass es sich um einen Sicherheits­bereich handelt.

Dann gibt es in der Whitehall noch ein Ehrenmal, das ich zwar nicht sonderlich schön finde, aber da ich nun mal fotografiert habe, will ich es euch nicht vorenthalten. Der rechteckige Klotz in der Mitte der Whitehall ist der Cenotaph, Cenotaph, London ein Denkmal für britische Weltkriegs­opfer, das 1920 enthüllt wurde.

Auch die königliche Kavallerie, die Horse Guards, haben ihren Sitz in der Whitehall. Horse Guards, London Am Eingang vor dem Tor sind berittene Guards postiert, die täglich um 11 Uhr (außer am Sonntag) ihre Wach­ablösung zelebrieren. Durch den Torbogen gelangt man zur Horse Guards Parade, Horse Guards Parade, London Horse Guards Parade, London einem offenen Platz, auf dem jeden Sonntag um 10 Uhr eine Reiter­parade abgehalten wird.

Direkt dahinter befindet sich der St. James’s Park. St. James's Park, London St. James's Park, London Er war einst königlicher Privatpark. Durch die Bäume des Parks kann man auf die umliegenden Häuser blicken, was recht idyllisch anmuten lässt. Bei schönem Wetter laden aufgestellte Liegestühle zum Verweilen und Sonnenbaden ein. Durchquert man den Park der Länge nach, erreicht man an dessen Ende den Buckingham Palace.

Der Buckingham Palace Buckingham Palace, London Buckingham Palace, London kam 1761 durch George III. in königlichen Besitz, doch erst seit 1837 ist er königliche Residenz. Ursprünglich als Landhaus errichtet, musste der Bau zunächst aufwendige Umbau- und Erweiterungs­arbeiten über sich ergehen lassen, bis ihn Queen Victoria Jahrzehnte später als Erste bezog. Heute verfügt der Palast über rund 640 Zimmer mit mehr als 1.000 Fenstern. Wenn die Queen anwesend ist, wird die königliche Standarte auf dem Dach gehisst.

Ein Teil des Palastes ist für die Öffentlichkeit zugänglich und kann besichtigt werden. Die Besucher­attraktion schlechthin ist und bleibt aber die berühmte Wachablösung, die täglich zwischen 11 und 12 Uhr stattfindet (im Winter nur jeden zweiten Tag).

Das Victoria Memorial Victoria Memorial, London Victoria Memorial, London vor dem Palast wurde zu Ehren Queen Victorias errichtet. Die vergoldete Siegesgöttin auf dem 26 Meter hohen Denkmal blickt in Richtung The Mall, The Mall, London The Mall, London eine fahnengeschmückte Allee, die sonntags für den Verkehr geschlossen ist.


[wird fortgesetzt]


Tipps zur Reiseplanung: Flug, Unterkunft, Fahr- und Eintrittskarten

(* Die angegebenen Preise für den Flughafentransfer sind Stand August 2008)

Flugbuchung und Flughafentransfer: London verfügt über vier Flughäfen (Heathrow, Gatwick, Stansted und Luton), die von Deutschland aus angeflogen werden. Drei davon befinden sich recht weit außerhalb der Stadt. Somit ist die Buchung eines günstigen Fluges erst die halbe Miete, denn der Transfer vom Flughafen in die Londoner City kommt ja noch dazu.

Die Hauptflughäfen sind Heathrow Airport (der verkehrsreichste Flughafen Europas überhaupt) und Gatwick Airport. Die so genannten Billigflieger landen vorzugsweise am Stansted Airport und am Luton Airport. Von den meisten Flughäfen fahren spezielle Airport-Expresszüge ins Zentrum. Je nach Entfernung kann die Fahrt aber ganz schön ins Geld gehen. Also empfiehlt es sich, gleich bei der Buchung darauf zu achten, welcher Zielflughafen angeflogen wird!

  • Transfer ab Heathrow:
  • U-Bahn: Die günstigste Variante, in die Stadt zu kommen, ist die „Tube“. Die Piccadilly Line fährt in etwas mehr als einer Stunde zum Piccadilly Circus. Die einfache Fahrt (6 Zonen) kostet £ 4,00*. (Der Heathrow Airport ist der einzige Flughafen, der an das Verkehrsnetz des Londoner Nahverkehrs angeschlossen ist.)
  • Heathrow Express: Schneller und vor allem bequemer geht’s mit dem Zug. Der Heathrow Express fährt in nur 15 Minuten zur Paddington Station. Allerdings schlägt die einfache Fahrt mit £ 14,50* (Hin- und Rückfahrt mit £ 28,00*) zu Buche.
  • Heathrow Connect: Neben dem Heathrow Express gibt es den Heathrow Connect. Die einfache Fahrt kostet £ 6,90* (Hin- und Rückfahrt £ 12,90*). Der Heathrow Connect erreicht Paddington Station in ca. 25 Minuten. Eine angenehme Alternative zur U-Bahn und preiswerter als der Express.
  • Nationalexpress: Es verkehren mehrere Schnellbuslinien, die verschiedene Haltestellen anfahren. Die Fahrzeit und der Fahrpreis hängen vom jeweiligen Fahrtziel ab.
  • Transfer ab Gatwick:
  • Gatwick Express: Der Gatwick-Express bringt einen in nur 30 Minuten vom Flughafen zur Victoria Station. Die einfache Fahrt kostet £ 17,90* (Hin- und Rückfahrt £ 30,80*).
  • Nationalexpress: Es verkehren mehrere Schnellbuslinien, die verschiedene Haltestellen anfahren. Die Fahrzeit und der Fahrpreis hängen vom jeweiligen Fahrtziel ab.
  • Transfer ab Stansted:
  • Stansted Express: Er braucht 42 Minuten bis zum Bahnhof Liverpool Street (Ticket einfach: £ 16,00, Hin- und Rückfahrt £ 24,00*).
  • Nationalexpress: Es verkehren mehrere Schnellbuslinien, die verschiedene Haltestellen anfahren. Die Fahrzeit und der Fahrpreis hängen vom jeweiligen Fahrtziel ab.
  • Transfer ab Luton:
  • Nationalexpress: Es verkehren mehrere Schnellbuslinien, die verschiedene Haltestellen anfahren. Die Fahrzeit und der Fahrpreis hängen vom jeweiligen Fahrtziel ab.

Unterkunft im Hotel und Bed and Breakfast: Hotelübernachtungen sind in London vergleichsweise teuer. Wenn man günstig übernachten möchte, muss man gewisse Abstriche bei Komfort, Ausstattung und Größe des Zimmers in Kauf nehmen.

Während unseres ersten Aufenthalts hatten wir uns für eine günstige Hotel­unterkunft im 2-Sterne-Hotel „The Queen’s Park“ entschieden, das wir für circa £ 50,00 über HRS buchten. Das Zimmer war winzig, die Ausstattung abgewohnt (teilweise löste sich die Tapete von der Wand), die Betten waren durchgelegen, das Frühstück spartanisch. Aber immerhin hatten wir eine eigene kleine Tropfsteinhöhle – äh, ich meine Dusche/WC – auf dem Zimmer und das Hotels lag sehr zentral in Stadtteil Bayswater in Nähe des Hydeparks.

Nach dieser recht ernüchternden Erfahrung waren wir bei unserem zweiten Besuch allzu gerne bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Und so landeten wir im Express Holiday Inn Victoria, ein 4-Sterne-Haus, direkt am Bahnhof Victoria Station. Das Hotel entsprach voll und ganz unseren Ansprüchen, war aber auch doppelt so teuer wie die Bude in Bayswater.

Während meiner Sprachreise im dritten Jahr habe ich mich dann für eine Bed and Breakfast Variante entschieden, die mir von der Sprachschule vermittelt wurde, und es nicht bereut. Zimmer und Frühstück waren einwandfrei und der Preis durchaus akzeptabel. Somit stand für unsere Reise Ende Mai 2004 fest, dass wir Bed and Breakfast nehmen würden. Schließlich entdeckte ich im Internet eine Bed and Breakfast Agentur, die Logis in handverlesenen Häusern vermittelt. Die Unterkunft, die wir darüber buchten, war einfach spitze. Wir wohnten in einem schönen, viktorianischen Haus etwas außerhalb des Stadtkerns in Wandsworth Common, hatten ein Superzimmer, fantastisches Frühstück. Alles war perfekt und wir waren rundum zufrieden. Ich kann nur jedem empfehlen, Bed and Breakfast einmal auszuprobieren.

Tube-Ticket Fahrkarten für den Nahverkehr: Tages-, Wochenend- und Wochenkarten für den Transport for London bekommt man am Schalter und am Automaten. Für eine Wochenkarte benötigt man allerdings ein Passfoto, das in eine so genannte Photocard eingeklebt wird.

Speziell für Touristen gibt es die Visitor Travelcard, eine Fahrkarte kombiniert mit diversen Ermäßigungen zu ausgewählten Attraktionen und Restaurants in London. Die Visitor Travelcard ist wahlweise für 2, 3, 4 oder 7 Tage gültig. Man kann sie ausschließlich über spezielle Agenturen (wie beispielsweise London.de Ticket Shop, Bed and Breakfast Ticket Service oder visitBritaindirect) im Voraus beziehen, vor Ort in London ist sie nicht erhältlich.

Eintrittskarten: Wenn man bereits im Vorfeld weiß, was man sich anschauen möchte, lohnt es sich in vielen Fällen, die Tickets vor der Reise zu bestellen. Das hat zum einen den Vorteil, dass man den endlosen Warte­schlangen entkommt, die einen vor vielen Attraktionen erwarten (denn die Zeit, die man mit Warten verbringt, kann man sicherlich sinnvoller nutzen). Zum anderen sind die vorverkauften Tickets meist günstiger als die Karten an der Tageskasse. Viele Attraktionen bieten auf ihren Homepages die Möglichkeit zur Online-Ticketbestellung. Und es gibt auch diverse Internet-Agenturen, wie den Bed and Breakfast Ticket Service, über die man Prepaid Tickets beziehen kann.

Half Price Ticket Booth – Theaterschnäppchen für Kurzentschlossene: In der „Half Price Ticket Booth“ – einem Tickethäuschen am Leicester Square – gibt es ermäßigte Eintritts­karten für Theater und Musicals. Verkauft werden Restkarten für Matineen oder Abendveranstaltungen des jeweiligen Tages, die – je nach Vorstellung – bis zu 50 % reduziert sind. Vergewissert euch, dass ihr euch am richtigen Schalter anstellt, da die Karten für die Mittags- bzw. Abend­veranstaltungen an zwei verschiedenen Schaltern verkauft werden.

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