20.06.2013 | 09:16 Uhr
Während eines Besuchs bei Verwandten in Sachsen kam mir spontan die Idee, einen Ausflug nach Dresden zu machen. Ich hatte schon oft gehört, wie schön die Dresdner Altstadt sein soll. Nun wollte ich mir ein eigenes Bild davon machen. So setzten wir uns kurzerhand ins Auto und fuhren knapp eine Autostunde unserem Ziel entgegen.
[Sa, 15. Juni 2002] — Da wir einem spontanen Impuls gefolgt sind, haben wir weder einen Stadtplan dabei, noch sind wir über die Sehenswürdigkeiten vor Ort informiert. Ehrlich gesagt habe ich keinen blassen Schimmer, wo wir – erst mal in der Stadt angekommen – eigentlich lang fahren müssen oder was uns dort erwarten wird. Also fahren wir der Nase nach. Irgendwann werden mir die Verkehrsschilder schon weiterhelfen. Und tatsächlich, dank der guten Beschilderung finden wir das historische Zentrum der Stadt auf Anhieb.
Zunächst unternehmen wir eine Stadtrundfahrt per Bus, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Anschließend geht’s zu Fuß durch die Altstadt, in der wir uns einige der historischen Sehenswürdigkeiten anschauen.
Unser Spaziergang führt uns zuerst zum
Dresdner Zwinger,
wo ich gemütlich durch den Zwingerinnenhof
schlendere und mich in Ruhe umschaue. Der Zwinger zählt zu den bedeutendsten Bauten des
Spätbarocks in Europa. Das Kronentor mit der vergoldeten Haube ist zu einem der Dresdner Wahrzeichen geworden.
Und natürlich muss ich mir unbedingt die
Semperoper
anschauen, die ich bisher nur aus der Bierwerbung kenne.
Leider kommen wir nicht hinein, so dass wir sie nicht von Innen besichtigen können.
Im Laufe der Jahre hat das Opernhaus schon einiges mitgemacht. So wurde der erste Semperbau im Jahr 1869 durch einen
Brand zerstört. Das zweite Haus, ein Gemeinschaftswerk von Gottfried Semper und seinem Sohn Manfred, ging in der
Bombennacht des 13. Februar 1945 unter.
Der Wiederaufbau des komplett zerstörten Opernhauses ging hauptsächlich
von der Initiative Dresdner Bürger aus. Und neues Unheil bahnt sich bereits an.
Die Jahrhundertflut im August 2002 wird große Schäden hinterlassen.
Das Elbwasser wird bis zu acht Metern hoch in die Semperoper eindringen und einen Schaden in Höhe von 25 Mio. € anrichten.
Dritte Anlaufstelle ist das
Residenzschloss.
Dieses Gebäude hat seit seiner Erbauung im 13. Jh. einige Stilwechsel
vollzogen. Aus der ursprünglich romanischen Burganlage entstand im 16. Jh. ein
prachtvolles Renaissance-Schloss. Nach einem Brand 1701 wurde das Schloss mit barocker Ausstattung wieder aufgebaut.
Anlässlich der bevorstehenden 800-Jahr-Feier des sächsischen Königshauses erfolgte zwischen 1889 und 1901
ein erneuter Schlossumbau im Stil der Neorenaissance.
Leider ist uns der Wettergott heute nicht hold. Es regnet ziemlich stark und es ist relativ frisch, so dass
die Stadtbesichtigung keinen großen Spaß macht. Nach gut zwei Stunden sind wir dermaßen durchnässt und durchgefroren, dass wir uns zum Rückzug entschließen.
Zu guter Letzt schauen wir uns noch die Kathedrale Ss. Trinitatis
ein wenig genauer an. Diese spätbarocke
Kirche entstand zwischen 1738 bis 1754. Beeindruckend sind ihre 78
Steinfiguren, die Balustraden und Nischen verzieren.
So, nun aber schnell zurück ins warme Auto und Heizung an.
Fazit: Schade, dass wir so ein Schietwetter hatten! Obwohl ich aufgrund der Kürze der Zeit nur einen Bruchteil der Stadt gesehen habe, hat mich Dresdens Altstadt sehr beeindruckt. Leider lässt auch die Fotoausbeute stark zu wünschen übrig. Die Bilder sind durch die Bank weg alle viel zu dunkel geworden. Ergo muss ich unbedingt noch einmal wiederkommen – aber dann mit etwas mehr Zeit im Gepäck!