Direkt vor den Toren Hamburgs, im Rosengarten gelegen, befindet sich
der Wildpark Schwarze Berge. Auf einer reizvoll angelegten Wald- und
Parklandschaft mit Bergen, Tälern, Teichen und einem kleinen See,
kann man die europäische Tierwelt in ihrer natürlichen
Umgebung hautnah erleben.
Wo: Am Wildpark 1, 21224 Vahrendorf ![]()
Infos: www.wildpark-schwarze-berge.de
Preise: Erwachsene 7 €, Kinder 5 €
(Stand: März 2008)
[10. April 2004] — Ostern steht vor der Tür und mir steht der Sinn nach einem ausgedehnten
Samstags-Spaziergang. Warum nicht den Spaziergang in den Wildpark zu verlegen?
An frischer Luft ein bisschen laufen und dabei Tiere beobachten,
die man in heimischen Wäldern so nah nur äußerst selten zu
Gesicht bekommt, das scheint mir eine gute Idee.
An der Kasse besorge ich uns zur Orientierung einen Lageplan des Geländes.
Dann geht es los. Der Rundgang durch das 50 Hektar große Wildparkgelände dauert
gut und gern drei Stunden – bedingt durch die vielen Fotostopps, die ich immer wieder
einlege. Vom Eingang aus gehen wir zunächst nach rechts, vorbei an den Eseln
zu den schottischen Hochlandrindern
.
Einige Kinder haben sich vor dem Gehege versammelt, um die Kälber
zu fotografieren.
Wir kommen am Luchs-Gehege vorbei. Leider hat sich die Luchs-Familie zum Mittagsschläfchen zurückgezogen. Also weiter zur Kunst- und Handwerkerhalle.
Hier bieten einige Kunsthandwerker wie Holzschnitzer,
Töpfer und dergleichen, ihre Arbeiten zum Kauf an. Weiter hinten in der Halle steht
ein offener Kamin, an dem man mitgebrachte Würstchen grillen
kann. Wer keine Würste dabei hat, kann am Kiosk welche kaufen.
Unser nächstes Ziel ist das Fledermaus-Haus.
In dem abgedunkelten Raum fliegen die Fledermäuse frei herum.
Mit etwas Futter angelockt (am besten mit Obst, darauf stehen sie scheinbar
ganz besonders), fliegen sie einem direkt auf die Hand. Sie lassen sich sogar streicheln. Das Fell der Tiere fühlt sich angenehm warm und flauschig an. Fledermäuse zu kraulen, das erlebt man wirklich nicht alle Tage!
Wieder an der frischen Luft gehen wir durch ein Tor ins Damwild Freigehege.
Ich pirsche mich vorsichtig an die äußerst scheuen Damhirschkälber daran,
um sie aus nächster Nähe zu fotografieren.
Allerdings ist es gar nicht so einfach, nah genug an die scheuen Tiere heranzukommen.
Nur gut, dass meine Kamera mit einem Zoom ausgestattet ist.
Auch im Wildschwein-Gehege hat sich Nachwuchs eingestellt. Die putzigen Ferkelchen
stapfen munter durch den Matsch. Mit ihren schmutzigen Pfötchen sehen sie aus, als
hätten sie kleine, matschige Stiefelchen an.
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Mein Spaziergang führt mich weiter zum Elch-Gehege. Die Tiere genießen träge
die Frühlingssonne und scheinen die Ruhe weg zu haben.
Schließlich erreiche ich den Elbblick-Turm.
Von oben hat man sicherlich einen schönen Ausblick über das Gelände.
Doch ich bin zu faul, die vielen hölzernen Treppen
hinaufzusteigen. Am Fuße des Elbblick-Turms ist eine Köhlerhütte. Auch hier
kann man Grill-Utensilien kaufen und ein paar Würstchen auf den Grill werfen.
Aber es ist nicht der Grillgeruch, der meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Was ist das denn?
Vor der Köhlerhütte hängt ein Dendrophon, eine Art
Xylophon aus Ästen verschiedener Baumarten.
Wenn man mit dem Holzhammer auf die Äste schlägt, entsteht je nach
Baumart ein anderer Ton. Was es nicht alles gibt.
Wieder etwas dazu gelernt!
Weiter geht’s zum Wisent-Tal. Um die Tiere besser beobachten zu können, steige ich vor
dem Wisent-Haus auf den Hochstand.
Dann geht es an dem Tal der Hirsche vorbei zur Uhu-Burgruine
und zum Nutria-Teich. Die quirligen, kleinen Nutrias
sind schon putzig. Die kleinen Nager scheinen ganz versessen (oder eher verfressen?)
auf das Wildfutter zu sein, das ich aus einem Futterautomaten gezogen haben. Sobald
sie das Rascheln der Futterschachtel hören, kommen sie angestürmt,
reihen sich vor dem Zaun auf und machen Männchen.
Wie die Orgelpfeifen!
Weiter geht’s zum Gehege der Europäischen Wölfe. Es ist gar
nicht so einfach, die Tiere vor die Kamera zu bekommen, sie sind ständig
in Bewegung.
Vorbei an der Eulenflucht
schlendern wir ich zu unserm letzten Ziel, dem Streichelgehege. Das ist ein Spaß.
Eine kleine weiße Ziege
ist ganz angetan von einer Futterschachtel, deren Pappe ihr scheinbar
ganz besonders lecker schmeckt. Auf dem Weg zum Ausgang kommen wir zu guter
Letzt am Weiß- und Schwarzstorch-Gehege
vorbei, wo unser Spaziergang endet. Erschöpft
trotten wir zurück auf den Besucherparkplatz und steigen in unseren Wagen.
Mein Fazit: Der Wildpark Schwarze Berge
bietet die perfekte Kulisse für einen wunderschönen Spaziergang. Er
ist ganzjährig geöffnet und zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert.
Empfehlenswert!