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10.03.2010 | 16:05 Uhr
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Im Juli 2000 kamen die Hamburger Brüder Frederik und Gerrit Braun auf die Idee, die größte Modelleisenbahn der Welt zu bauen. Nachdem sie eine geeignete Aufstellungsfläche – ein komplette Etage in einem Speicherhaus mit 2.400 m² – gefunden hatten, machten sie sich an die Planung dieses gigantischen Projektes – dem Miniatur Wunderland.
[6. Jan. 2010] — Heute, über neun Jahre später, ist bereits ein beachtlicher Teil
der Anlage fertig gestellt. Die Gesamtfläche der Anlage umfasst zurzeit rund
1.150 m² mit einer Gleislänge von circa 12 km. Sie ist komplett
digital gesteuert.
Über 800 Züge mit insgesamt 11.000 Waggons und mehr als 180 selbst fahrende Autos ziehen ihre Runden. Viele Details wurden
in liebevoller Kleinarbeit eingearbeitet. So sind beispielsweise 215.000 Bäume,
200.000 Figuren und 3.400 Häuser auf der Anlage verklebt. 300.000 Lämpchen
beleuchten Häuser, Laternen und Autos (Scheinwerfer und Rücklichter).
Man kann die Anlage stundenlang betrachten und wird immer wieder ein neues,
faszinierendes Detail entdecken. Wie etwa die „Brückenpiescher“,
die Landung der Aliens,
ein Liebespaar auf einer Blumenwiese oder die Bergung einer Wasserleiche.
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Ganz besonders spannend sind die Feuerwehreinsätze.
Plötzlich steigt Rauch aus einem Haus oder einem Fahrzeug auf.
Schon kommt die Feuerwehr angerückt,
um den Brand zu löschen. Klasse!
Und um das Ganze perfekt zu machen, wird alle 15 Minuten ein Tagesablauf simuliert. Es beginnt langsam zu dämmern, wird Nacht und dann schließlich wieder hell. Und damit es auf gar keinen Fall langweilig wird (wird’s garantiert nicht) sind an verschiedenen Stellen der Anlage Knöpfe angebracht, die spezielle Aktivitäten auslösen. So bricht zum Beispiel in der HSV-Arena
Jubel und Torgeschrei aus, wenn der Knopf gedrückt wird.
Selbstverständlich entstand die jetzige Anlage nicht in einem Stück. Sie wurde schrittweise aufgebaut. Der 1. Abschnitt „Mittel- und Süddeutschland“ wurde im
August 2001 fertig gestellt. Der Teil „Küste und Hamburg“
folgte im November 2002. Der „Amerika-Teil“
kann seit Dezember 2003 besichtigt werden. Äußerst raffiniert ist der neue „Skandinavien-Teil“,
der im Juli 2005 eröffnet wurde. Der besondere Clou ist das 30.000 Liter umfassenden
Wasserbecken, in dem ferngesteuerte Modellschiffe fahren.
Und im November 2007 wurde der über zwei Etagen reichende Schweiz-Abschnitt eröffnet.
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Bisher verschlang der Bau des Modells stolze 10 Mio. € – ein beträchtliches Sümmchen! Und die Anlage wächst stetig weiter, denn das Team des Miniatur Wunderlands hat immer wieder neue Ideen für weitere Bauabschnitte in petto.
Die Ausstellung ist täglich (sprich an 365 Tagen im Jahr) zur Besichtigung
geöffnet. An Wochenenden und während der Schulferien ist meist mit erhöhtem Besucheraufkommen
zu rechnen. Daher solltet ihr eine gewisse Wartezeit mit einkalkulieren, wenn ihr die Anlage an einem solchen Tag sehen wollt. Hier lohnt sich vorab ein Blick auf die Homepage des Miniatur Wunderlands, auf der ihr unter „Wartezeiten“ eine Wartezeitprognose für die laufende und kommende Wochen findet.
Mein Fazit: super, spitzenklasse und absolut sehenswert. Ich war mittlerweile
schon viermal dort und es war bestimmt nicht das letzte Mal. ![]()