Neben der »Speicherstadt gehören die St. Pauli Landungsbrücken zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg Besuchers. Ist es doch gerade der »Hafen, der der Hansestadt ihr einzigartiges Flair verleiht …
Wo: Landungsbrücken, 20359 Hamburg
[22. April 2004] — Die Landungsbrücken umfassen insgesamt sechs Brücken.
Sie wurden im Jahr 1839 als Anleger für große Dampfschiffe gebaut. Der Uhrenturm, der neben der Uhrzeit auch den aktuellen Wasserstand der Elbe anzeigt, wurde 1910 errichtet.
Wie auch die Abfertigungshallen, in denen einige Ausflugsschiff-Gesellschaften ihre
Tickets- und Kundenbüros angesiedelt haben.
Die Pontonanlage erstreckt sich auf einer Länge von 688 Metern. Hier befinden sich die Anlegestellen der großen Ausflugsschiffe
– neben einer ausgedehnten Ladenzeile mit Lokalen und Souvenirgeschäften.
Die HADAG
(Hafen-Dampfschiffahrt-AG) bietet Hafenrundfahrten ab Brücke 2 an – ebenso Kapitän Prüsse.
Barkassenfahrten starten ab Brücke 2, Brücke 6 und an der Barkassen-Centrale an der
Überseebrücke.
Die Landungsbrücken sind übrigens auch Anlegestelle des Überbringers
zum „Musicaltheater im Hamburger Hafen“
in dem zurzeit „der König der Löwen“ aufgeführt wird.
Das Löwentaxi befördert die Musicalbesucher im Handumdrehen auf die andere Elbseite und liefert
sie direkt vor dem Zelt ab.
Wem der Sinn nach einer Stadtrundfahrt steht, der ist an den Landungsbrücken ebenfalls richtig. Die roten Doppeldecker-Busse und die nostalgischen Hummelbahn laden an der Landungsbrücke 1 zur Stadtrundfahrt ein.
Mein Tipp: Wer eine Hafenrundfahrt machen möchte, dem empfehle ich, eine Barkassenfahrt zu buchen. Die Barkassen sind kleiner und wendiger als die großen Ausflugsschiffe. Daher können sie neben dem Hafengebiet auch die interessanten kleinen Fleete der »Speicherstadt und die Elbschleusen befahren.
Am Ende der Pontonanlage befindet sich eins der ältesten und sehenswertesten Bauwerke Hamburgs: der Alte Elbtunnel.
Er ist 426 Meter lang und verbindet den Hamburger Stadtbereich (St. Pauli) mit dem Hafenbereich (Steinwerder).
Die Planungen für den Alten Elbtunnel begannen im Jahr 1901. Sechs Jahre später begann man mit seinem Bau. Nach einer Bauzeit von vier Jahren wurde der Tunnel am 7. September
1911 in Betrieb genommen. Dieses für damalige Zeiten
gigantische Bauvorhaben verschlang 10 Mio. Goldmark.
Im Gegensatz zum Neuen Elbtunnel (der den Hamburger Westen auf der Autobahn
A7 mit Hamburg-Waltershof verbindet) ist der Alte Elbtunnel auch
von Fußgängern und Radfahrern passierbar.
Und noch etwas unterscheidet
das „alte Modell“ von seinem Nachfolger: wer mit einem Kraftfahrzeug den
Tunnel benutzen möchte, muss eine Durchfahrtgebühr von
1,40 € bezahlen. Dafür erfährt der Fahrer samt Fahrzeug eine
außergewöhnliche Behandlung: per Lastenaufzug geht es mehrere
Meter nach unten. Auf Röhrenniveau führt eine einspurige
Fahrbahn nach Steinwerder. Dort angekommen befördert ein weiterer Aufzug seine Passagiere zurück ans Tageslicht.
Unweit der Landungsbrücken ragt das höchste Denkmal Hamburgs – das Bismarck Denkmal – zwischen den Bäumen hervor.
Es ist 34,3 Meter hoch und befindet sich im Alten Elbpark. Es wurde 1906 zu Ehren des Reichskanzlers Otto von Bismarck
(1815–1898) eingeweiht.
Wo: Johannisbollwerk/Vorsetzen, 20459 Hamburg
Links der Landungsbrücken – zwischen Johannisbollwerk und Vorsetzen – befindet sich der
so genannte Niederhafen. Er ist eine wahre Ausflugsmeile.
Eine der vielen Besucher-Attraktionen
ist das kleine Wasserflugzeug.
Wer mag und flugtauglich ist, kann hier einen Rundflug buchen und Hamburg
einmal von oben erleben. Gerade aus der Luft bietet das Hafengebiet mit
den vielen Verzweigungen der Elbe einen traumhaften Anblick.
Rechts vom Liegeplatz des Wasserflugzeugs liegt ein knallrotes englisches Feuerschiff (sozusagen ein schwimmender Leuchtturm).
Es wurde umgebaut und dient nun als „Bar- Pub- Restaurant- Hotel- Veranstaltungs- Schiff“.
Ein paar Schritte weiter ist das Museumsschiff
Cap San Diego
vertaut, das über die Überseebrücke zu erreichen ist. Diesen alten
Frachter aus dem Jahre 1961 kann man täglich von 10 bis 18 Uhr besichtigen.
Nicht zu vergessen das Museumsschiff Rickmer Rickmers,
ein Segelschiff, das 1896 gebaut wurde und ebenfalls täglich zur Besichtigung
geöffnet hat.
Wo: Fischmarkt, 22767 Hamburg ![]()
Wann: Sonntags 5:00 – 9:30 Uhr (im Winter ab 7:00 Uhr)
Geht man von den St. Pauli Landungsbrücken die Hafenstraße
hoch, erreicht man den St. Pauli Fischmarkt.
Diese Hamburger Institution lockt jeden Sonntag Einheimische und vor allem Touristen an. Auf dem 1703 eingerichteten Markt wurde zunächst tatsächlich nur Fisch verkauft. Heute bieten die Marktverkäufer ein buntes Angebot feil, das von Grünpflanzen, Obst und Gemüse sowie allerlei Trödel bis hin zu Kleintieren reicht.
Zum Fischmarkt gehört auch die sonntägliche „Party“ in der Fischauktionshalle. Hier trifft man vor allem „Nachtschwärmer“, die die Nacht von Samstag auf Sonntag durchgemacht haben, und nun bei lautstarker Musik, den „Abend“ mit den letzten Bierchen ausklingen lassen. Der Trubel geht meist bis mittags, wenn draußen die Marktstände schon längst abgebaut sind. Und wer selbst dann noch nicht genug hat, kehrt anschließend bei der „Singenden Wirtin“ in der Haifischbar ein.
Die Fischauktionshalle ist übrigens schon über 100 Jahre alt, sie wurde 1895 erbaut. Die Glaskuppel des Gebäudes erinnert ein bisschen an eine Kathedrale. Auch das Dach ist ein Hingucker. Den Dachfirst verzieren etliche Fischfiguren. Über der Eingangspforte ist das Hamburger Wappen zu sehen.
Auch wenn gerade kein Fischmarkt ist, lohnt sich ein Abstecher in diese Gegend. Hier gibt es einige hervorragende Fischrestaurants (obwohl ich das als „Nicht-Fischesser“ nur vom Hörensagen beurteilen kann) und auch die eine oder andere interessante Bar oder Kneipe.