Der Tierpark Hagenbeck ist der einzige familiengeführte, gemeinnützige
zoologische Garten in Europa und hat eine lange Tradition in Hamburg. Bereits
im Jahr 1907 eröffnete Carl Hagenbeck
den Park in Stellingen als ersten gitterlosen Tierpark der Welt.
Wo: Lokstedter Grenzstraße 2, 22527 Hamburg ![]()
Infos: www.hagenbeck.de
Preise: Erwachsene 15 €, Kinder 10 €
(Stand: März 2008)
Nach dem Osterfest 2004 hatte ich noch ein paar Tage frei und war mit meiner Kamera
unterwegs. „Inspiriert“ durch den Ausflug in den »Wildpark, habe ich dem Tierpark Hagenbeck einen Besuch abgestattet.
[13. April 2004] — Da wohne ich seit etlichen Jahren in Hamburg und war erst ein einziges Mal im
Tierpark Hagenbeck. Wird also höchste Zeit, mal wieder vorbei zu schauen!
Seit meinem letzten Besuch hat sich einiges verändert. Vor gut einem Jahr erfolgte eine große
Umgestaltung, in der auch der Haupteingang einem kompletten Wandel unterzogen
wurde. Den neuen Haupteingang in der Lokstedter Grenzstraße schmückt
nun ein nepalesischer Pagoden-Tempel mit kostbaren Handschnitzereien.
Das berühmte, historische Jugendstil-Tor,
der ehemalige Haupteingang in der Hagenbeckstraße,
ist erhalten geblieben und wird nun vom Parkgelände umschlossen.
Der Tierpark beherbergt 2.500 Tiere aus allen fünf Kontinenten in über 70 Gehegen. Wenn man alle Tiere sehen möchte, muss man gut und
gern einen halben Tag einplanen, denn der Rundgang durch die 27 Hektar große Parkanlage
umfasst fast 8 km Wegstrecke. Damit mir nichts entgeht und ich alles zu sehen bekomme, orientiere ich mich bei meiner Park-Erkundung an der Gehege-Nummerierung und folge dem vorgeschlagenen Rundgang.
Von den asiatischen Elefanten,
deren Freigehege sich gleich hinter dem Haupteingang befindet, bin ich ganz besonders begeistert.
Der jüngste Star des Parks, das im Mai 2003 geborene Elefanten-Baby „Kandy“,
stampft munter durch den Sand – ein absolut süßer Anblick.
Drollig sind auch die Humboldt-Pinguine. An deren Wasserbecken gelingt mir ein
Schnappschuss, der mich immer wieder zum Schmunzeln bringt. Das Bild erinnert mich
irgendwie an die dänische Film-Reihe „Olsenbande“, fehlt nur noch der
Zigarrenstummel … ![]()
Sehr interessant ist das Troparium mit seinen 39 Aquarien und Terrarien,
das den Besuchern die Unterwasserwelt der tropischen Meere sowie der Wüsten
und Regenwälder nahe bringt. Im Vorraum befindet sich ein riesiges Aquarium
mit den gefürchteten Piranhas. Kaum zu glauben, dass das so gierige Fleischfresser
sind. Wenn man sie so durch die Scheibe des Aquariums betrachtet, sehen die
gar nicht so gefährlich aus – abgesehen von den spitzen Zähnen.
Eine Kuriosität des Tropariums sind
die Seedrachen,
die habe ich zuvor noch nie gesehen! Es sieht richtig lustig aus, wie sie mit
ihren „Flügeln“ durchs Wasser paddeln. Der lange „Rüssel“ erinnert
mich ein bisschen an einen Ameisenbär.
Das größte Gedränge im Troparium herrscht vor der Schauanlage der
Riesenschildkröten, die von den Seychellen stammen. Es ist schon erstaunlich,
dass diese ansonsten so possierlichen
Tierchen solche Ausmaße annehmen können und zu derartigen Kolossen heranwachsen.
Das unumstrittene Highlight für die kleinen Besucher ist der Streichel-Zoo
mit den Owambo-Ziegen sowie das in den Sommermonaten angebotene Pony- und Elefantenreiten.
Und zum Austoben gibt es einen großen Spielplatz mit zahlreiche Kletter-
und Versteckmöglichkeiten.
Die Zeit im Tierpark vergeht wie im Flug, letztlich erinnern mich nur meine reichlich schmerzenden
Füße daran, dass ich schon seit Stunden durch den Park wandere …
Sommernächte bei Hagenbeck: In den so genannten „Sommernächten“ ist der Tierpark bis in die späten Abendstunden geöffnet. Besonders beliebt sind die Dschungelnächte, in denen ein großes Feuerwerk über der Löwenschlucht abgefeuert wird.