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04.07.2009 | 04:59 Uhr
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Wer glaubt, feine Sandstrände gäbe es nur am Meer, der irrt. Auch Hamburgs Elbufer hat einige wunderschöne Strände zu bieten.
[24. Sept. 2004] — Sehr bekannt – und dementsprechend stark frequentiert – ist der Strand in Oevelgönne. Er ist im Sommer ein regelrechter Magnet sonnenhungriger
Hamburger. Schon ein paar Sonnenstrahlen genügen und der Strand wimmelt nur so von Leuten.
Mitunter erinnert es so’n bisschen an einen
Touristenstrand in der Hochsaison, wo sich die Sonnenanbeter wie Ölsardinen aneinander reihen. Besonders beliebt ist das Fleckchen rund um die „Strandperle“,
einer kleine Kneipe,
die direkt am Strand liegt.
Der kleine Vorort Oevelgönne wurde ursprünglich als Fischerdorf gegründet. Später wohnten hier vor
allem Lotsen, deren Aufgabe es war, die Schiffe sicher durch die Sandbänke elbaufwärts zu geleiten. Die einstöckigen Lotsenhäuschen
in den schmalen Gassen geben Oevelgönne
seinen ganz besonderen Charme.
Nur ein paar Schritte von der Strandperle entfernt, direkt beim Anleger Neumühlen, liegt der
Museumshafen
Oevelgönne.
Er wurde 1977 von der „Vereinigung zur Erhaltung historischer Wasserfahrzeuge“, einem privaten Verein, gegründet. Hier liegen einige Oldtimer der Schifffahrt: Deutsche und holländische Plattbodenschiffe, Dampfschlepper und
Barkassen, das Feuerschiff Elbe 3
, ein Dampfkran, ein
Finkenwerder Hochseekutter und ein Fischewer, eine zum Café umgebaute alte Hafenfähre.
Fünf
der Schiffe sind Eigentum des Vereins Museumshafen Oevelgönne e. V., der den Museumshafen betreibt. Andere
gehören dem Altonaer Museum oder dem
Museum für Hamburger Geschichte, dem
Museum der Arbeit oder
sind in privatem Besitz. Die Schiffe sind ausnahmslos fahrtüchtig, was sie bei den
großen Schiffsparaden während der jährlichen Feier des Hafengeburtstags unter Beweis stellen.
Das ehemalige Unions-Kühlhaus
neben dem
Museumshafens war einst ein markantes Wahrzeichen am nördlichen Elbufer. Es bildete zugleich
den Übergang von den landschaftlich geprägten Erbvororten zu industriellen Hafenlandschaft Altonas. Der Backsteinblock galt als eindrucksvolles Baubeispiel
der Hafenerweiterung der 20er Jahre. Das zehnstöckige Gebäude wurde 1926 im Auftrag einer
Kühlwarengesellschaft gebaut. Mit seiner Lagerfläche von 7.000 m² gehörte
es damals zu den größten europäischen Bauwerken dieser Art. Heute beherbergt das Gebäude ein
Seniorenwohnheim.
Das ausgedehnte Strandgebiet
am Fähranleger Wittenbergen ist im
Gegensatz zum Oevelgönner Strand nur wenigen ein Begriff. Für mich gehört der Strand zu einem
der schönsten Plätze in Hamburg. Ein wunderbarer Ort, um faul im Sand zu liegen und die vorbei
fahrenden Schiffe zu beobachten, zum Picknicken oder um einen kleinen Strandspaziergang
zu machen.
Er ist nicht weit vom Falkensteiner Ufer entfernt und schließt an das
Naturschutzgebiet „Wittenberger Heide/ Elbwiesen“ an.
Der Leuchtturm „Unterfeuer Wittenbergen“, der mit seinen
knapp 30 Metern aus den Bäumen hervor lugt, verleiht dem Strand
einen ganz besonderen Flair (und das nicht nur bei Sonnenuntergang).
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