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Hamburger Elbstrand – Oevelgönne und Wittenbergen

Wer glaubt, feine Sandstrände gäbe es nur am Meer, der irrt. Auch Hamburgs Elbufer hat einige wunderschöne Strände zu bieten.

Elbstrand in Oevelgönne

[24. Sept. 2004] — Sehr bekannt – und dementsprechend stark frequentiert – ist der Strand in Oevelgönne. Er ist im Sommer ein regelrechter Magnet sonnen­hungriger Hamburger. Schon ein paar Sonnen­strahlen genügen und der Strand wimmelt nur so von Leuten. Oevelgönne

Mitunter erinnert es so’n bisschen an einen Touristen­strand in der Hochsaison, wo sich die Sonnen­anbeter wie Ölsardinen aneinander reihen. Besonders beliebt ist das Fleckchen rund um die „Strandperle“, Oevelgönne einer kleine Kneipe, die direkt am Strand liegt.

Der kleine Vorort Oevelgönne wurde ursprünglich als Fischerdorf gegründet. Später wohnten hier vor allem Lotsen, deren Aufgabe es war, die Schiffe sicher durch die Sandbänke elbaufwärts zu geleiten. Die einstöckigen Lotsen­häuschen Oevelgönne in den schmalen Gassen geben Oevelgönne seinen ganz besonderen Charme.

Nur ein paar Schritte von der Strandperle entfernt, direkt beim Anleger Neumühlen, liegt der Museumshafen Oevelgönne. Er wurde 1977 von der „Vereinigung zur Erhaltung historischer Wasser­fahrzeuge“, einem privaten Verein, gegründet. Hier liegen einige Oldtimer der Schiff­fahrt: Deutsche und holländische Plattboden­schiffe, Dampf­schlepper und Barkassen, das Feuerschiff Elbe 3 Oevelgönne, ein Dampfkran, ein Finkenwerder Hochsee­kutter und ein Fischewer, eine zum Café umgebaute alte Hafenfähre.

Fünf der Schiffe sind Eigentum des Vereins Museums­hafen Oevelgönne e. V., der den Museums­hafen betreibt. Andere gehören dem Altonaer Museum oder dem Museum für Hamburger Geschichte, dem Museum der Arbeit oder sind in privatem Besitz. Die Schiffe sind ausnahmslos fahrtüchtig, was sie bei den großen Schiffs­paraden während der jährlichen Feier des Hafengeburtstags unter Beweis stellen.

Das ehemalige Unions-Kühlhaus Övelgönne neben dem Museums­hafens war einst ein markantes Wahrzeichen am nördlichen Elbufer. Es bildete zugleich den Übergang von den landschaftlich geprägten Erbvororten zu industriellen Hafen­landschaft Altonas. Der Backstein­block galt als eindrucksvolles Baubeispiel der Hafen­erweiterung der 20er Jahre. Das zehnstöckige Gebäude wurde 1926 im Auftrag einer Kühlwaren­gesellschaft gebaut. Mit seiner Lagerfläche von 7.000 m² gehörte es damals zu den größten europäischen Bauwerken dieser Art. Heute beherbergt das Gebäude ein Senioren­wohnheim.

Elbstrand in Wittenbergen

Das ausgedehnte Strandgebiet Wittenbergen am Fähranleger Wittenbergen ist im Gegensatz zum Oevelgönner Strand nur wenigen ein Begriff. Für mich gehört der Strand zu einem der schönsten Plätze in Hamburg. Ein wunderbarer Ort, um faul im Sand zu liegen und die vorbei fahrenden Schiffe zu beobachten, zum Picknicken oder um einen kleinen Strand­spaziergang Wittenbergen zu machen. Er ist nicht weit vom Falkensteiner Ufer entfernt und schließt an das Naturschutz­gebiet „Wittenberger Heide/ Elbwiesen“ an.

Der Leuchtturm „Unterfeuer Wittenbergen“, der mit seinen knapp 30 Metern aus den Bäumen hervor lugt, verleiht dem Strand einen ganz besonderen Flair (und das nicht nur bei Sonnenunter­gang). Wittenbergen Wittenbergen

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