Wer beim „Hamburger Dom“ an eine Kirche denkt, der liegt völlig falsch. Der Hamburger DOM ist das größte Volksfest in Norddeutschland – ein Stück Tradition der Hansestadt, das alljährlich rund 9 Mio. Besucher in seinen Bann zieht.
Wo: Heiligengeistfeld, 20359 Hamburg ![]()
Wann: »siehe Dom-Termine
Infos: www.hamburger-dom.de
Die Bezeichnung „Dom“ ist historisch begründet, und hat seinen Ursprung im 11. Jh. Im damaligen Hamburger Marien-Dom suchten Händler und Handwerker, aber auch Gaukler und Quacksalber Schutz vor Wind und Wetter. Den Domherrn, Erzbischof Burchard von Bremen, störte das weltlich bunte Treiben in seiner Kirche. Er erteilte den Schaustellern 1334 Hausverbot bei Strafe des Kirchenbannes. Das allerdings nahmen die Kirchgänger übel, was 1337 letztendlich dazu führte, dass Erzbischof Burchard ausdrücklich die Anwesenheit der Händler im Dom gestattete, jedoch nur bei „Hamburger Schietwetter“. Und so blieb der Markt im Dom, bis der Bau 1804 abgerissen wurde. Danach zogen die Händler und Schausteller durch die Hamburger Stadtteile – ohne festen Standort. Der wurde ihnen erst 1893 zugeteilt: das Heiligengeistfeld. Dort ist der Hamburger DOM bis heute dreimal im Jahr zu finden.
Der Hamburger-Dom findet im Frühling, Sommer und Winter statt und dauert jeweils einen guten Monat. Auf 3 km Länge bietet er mit seinen bunten Buden, nostalgischen Karussells und Hightech-Fahrgeschäften jede Menge Unterhaltung. Jeden Freitag wird um 22:30 Uhr ein großes Feuerwerk gezündet. Mittwochs ist Familientag mit ermäßigten Fahrpreisen und diversen Sonderangeboten.
Wer am Wochenende mit dem Wagen zum Dom fahren möchte, sollte beachten, dass die Glacischaussee von Freitag bis Sonntag für den Durchgangsverkehr gesperrt ist. Sie fungiert dann als gebührenpflichtiger Parkplatz. Die Parkgebühren rund um das Dom-Gelände betragen zwischen 3 bis 5 €.
Spar-Tipp: Wenn ihr mit Bus oder Bahn zum DOM fahrt, gibt’s ein kleines Schmankerl. Beim Kauf einer Tages- oder Gruppenkarte des HVV bekommt ihr an zwei Fahrgeschäften eurer Wahl einen kleinen Rabatt. Das Ganze nennt sich „Doppelt Abfahren“: eine Person muss einen Fahrschein lösen, die zweite Person fährt kostenlos mit (auf den Info-Aufkleber an der Kasse achten).