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29.07.2010 | 17:27 Uhr

HauptseiteReiseberichteUSAFlorida • Zentral- und Südflorida, Florida Keys


Rundreise durch Florida – Clearwater und Tampa

Inhalt
Interaktive Tourkarte
Florida Fotos
Weiterführende Links
Aktuelles Wetter

Tag 11 – Mi, 4. April 2007 –
Strecke: Orlando – Homosassa Springs – Clearwater (200 mi / 322 km)
Unterkunft: Radisson Clearwater Central, Clearwater, 20967 US Hwy 19 N ($ 90 DZ exkl. Frühstück)

Clearwater

Am späten Nachmittag fahren wir weiter nach Clearwater. Wir checken im Hotel Radisson Clearwater Central ($ 90 pro Nacht) ein. Dabei kommt unser Couponheft von Roomsaver.com zum ersten Mal zum Einsatz, mit dem wir das Zimmer ein paar Dollar günstiger bekommen.

Zum Abendessen verschlägt es uns wieder in ein italienisches Restaurant, diesmal ins Carrabba’s Italian Grill Visitenkarte. Das Essen ist super, die Portionen aber mehr als genug. Wie schon einige Lokale, in denen wir zuvor gegessen haben, gehört auch dieses zu einer Restaurant-Kette. Gibt’s in den USA keine privat initiierten Restaurants? Oder ist es Zufall, dass wir immer wieder in Lokalen von Franchise-Ketten landen?

Tag 12 – Do, 5. April 2007 –
Strecke: Clearwater – Tampa – Clearwater Beach – Clearwater (67 mi / 107 km)
Unterkunft: Radisson Clearwater Central, Clearwater, 20967 US Hwy 19 N ($ 90 DZ exkl. Frühstück)

Florida Aquarium (Tampa)

Es ist 11 Uhr und leicht bewölkt als wir uns auf den Weg ins Florida Aquarium nach Tampa machen. Es soll eins der interessantesten Aquarien der USA sein. Der DJ von 101.5 – The Point, dem lokalen Radiosender, sorgt für gute Stimmung. Er spielt einen 80er Hit nach dem anderen.

Schließlich erreichen wir den Besucherparkplatz (Parkgebühr $ 5) des Aquariums, auf dem wir schnell eine freie Parklücke finden. Bis zum Haupteingang Florida Aquarium, Tampa sind es nur wenige Schritte. Im Foyer haben nur zwei Kassen geöffnet, aber der Ticketkauf ($ 18 pro Person) geht zügig vonstatten. Direkt hinter der Kasse lauert einer dieser lästigen Fotografen, die diese grauslich gestellten Fotos von den Besuchern machen. Später am Ausgang kann man die Bilder zu horrenden Preisen ($ 20 für zwei Abzüge) kaufen. Da mache ich meine Bilder doch lieber selbst!

Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Wassertank. Darin schwimmen Stachel­rochen, Florida Aquarium, Tampa die man sogar anfassen darf (es geht doch nichts über eine spektakuläre Besucher­attraktion). Links vom Wasser­becken führt eine Rolltreppe ins Ober­geschoss, in dem sich mehrere Themenbereiche befinden.

Zunächst durchlaufen wir die Wetlands, wo Süßwasserfische, Wasservögel, Florida Aquarium, Tampa Otter und Alligatoren zu Hause sind. Eine Ente springt mit einem lauten Platsch ins Wasser und nimmt munter ein kühlendes Bad. Und zwar ausgerechnet in dem Augenblick, als ich mich vor ihr Gehege hocke und den Fotoapparat gezückt halte. Ich muss wohl kaum erwähnen, dass nicht nur meine Kamera nass geworden ist. Auch ich habe unverhofft eine kalte Dusche abbekommen.

Um 12:30 Uhr findet eine Show am Haifischbecken statt. In voller Montur steigen zwei Taucherinnen in einem Käfig zu den Haien ins Becken. Mit einer Taucherin kann man kommunizieren. Sie hat eine Maske auf, durch die sie sprechen kann. Sie erzählt den Zuschauern vor der Scheibe einiges über Haie und beantwortet Fragen aus dem Publikum. Ihre Erklärungen haben Vorschulniveau. Die zweite Taucherin verharrt völlig regungslos im Käfig. Ich frage mich, wozu die beiden überhaupt ins Wasser gestiegen sind. Die Infos, die über Lautsprecher kommen, hätte uns die Dame mit dem Mikro auch trockenen Fußes vom Zuschauerraum aus geben können. Also nichts als Effekt­hascherei! Bestimmt ist die zweite Taucherin eine Besucherin, die für fettes Aufgeld „Tauchen mit den Haien“ (das »Dolphin Research Center lässt grüßen) oder so was in der Art gebucht hat. Uns ist die Show schnell zu dumm, und wir ziehen weiter.

Wie immer bin ich von den Seedrachen Florida Aquarium, Tampa ganz besonders angetan. Es gibt eine eigene kleine Abteilung, die sich den Dragons under Water widmet. Die Leafy Sea Dragons Florida Aquarium, Tampa habe ich bisher noch nicht gesehen. Sie sind perfekt getarnt und sehen fast wie Wasserpflanzen aus.

Interessant ist auch die No Bone Zone, in der man lebende Seesterne anfassen kann. Am besten gefällt mir jedoch das „Überkopfbecken“ mit den Rochen. Durch die Scheibe kann man die Rochen von der weißen Unterseite (Engelsgesicht genannt) sehen, auf der sich das Maul, die Nasenlöcher und die Kiemen befinden.

Im Außenbereich des Aquariums gibt es einen Wasser­spiel­platz mit Rutschen und Plantsch­becken. Wir gönnen uns eine kleine Verschnauf­pause in der Sonne. Von unseren Sonnen­stühlen aus beobachten wir ein Horde Kinder, die sich fröhlich quiekend mit Wasser­kanonen gegenseitig nass spritzen. Nur gut, dass wir außerhalb der Schusslinie sitzen.

Clearwater Beach

Am Abend fahren wir nach Clearwater Beach. Der breite Strand mit seinem feinen, fast weißen Sand ist einfach herrlich. Auf der Pier 60 machen wir einen kleinen Spaziergang durch die angenehme Abendbrise. Plötzlich stehen wir vor einem Drehkreuz. Was soll das denn? Man muss Eintritt zahlen ($ 0,50), wenn man ans Ende der Pier laufen will. Die haben Nerven!

Wie auf »Key West gibt es an Pier 60 jeden Abend eine Sunset Celebration, allerdings längst nicht so pompös wie am Südzipfel der kontinentalen USA. Vielleicht liegt es aber auch am Wetter, dass kaum was los ist. Es nieselt und ist so stark bewölkt, dass man den Sonnenuntergang ohnehin nicht sehen kann.

Zum Abendessen zieht es uns ins Shells Seafood Restaurant. Jens bestellt Grouper Fish (was auch immer das sein mag). Ich genehmige mir einen Caesar Salat mit Shrimp-Spießen. Kaum sind die Teller abgeräumt, haben wir auch schon die Rechnung auf dem Tisch. Der Kellner grinst uns an und meint: „There’s absolutely no need to rush.“ Wenn das so ist, wieso bringt er dann unaufgefordert die Rechnung? Fühlt sich nach Rausschmiss an. Na, dann gehen wir halt.

Als wir zurück ins Freie kommen, ist alles patschnass. Der erste Regen seit eineinhalb Wochen.

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