Gästebuch
Kontakt
RSS
PDA-Version
English
11.03.2010 | 13:36 Uhr
Hauptseite
Fotos
Reiseberichte
Parks & Events
Dies & das
Tag 3 – Sa, 14. März 2009 –
Strecke: Naples – Sarasota (124 mi / 199 km)
Unterkunft: privat bei Freunden, Sarasota
Vom Hotel aus fahren wir nach Old Naples. Auf dem Weg dorthin kommen wir an Scharen von Rentnern mit Klappstühlen vorbei, die alle in den Historical District strömen. Viele von ihnen sind mit grünen T-Shirts bekleidet. Ob das mit dem St. Patrick’s Day Plakat zu tun hat, das ich beim Frühstück in der Lobby gesehen habe?
Wir parken im nächstbesten Parkhaus (das sogar gratis ist) und folgen der Menge. An der Straße hinter dem Parkhaus stellen sie ihre Stühle am Straßenrand
auf. Es hat ganz den Anschein, als würden sie auf einen Straßenumzug warten. Um den Dingen auf den Grund zu gehen, fragen wir Ahnungslosen in der Touristen-Info nach, was es mit dem Spektakel auf sich hat. Und tatsächlich – alles wartet auf die Naples St. Patrick’s Day Parade, die sich in etwa einer Stunde durch die Straßen der Altstadt schlängeln wird. Bis es soweit ist, bummeln wir über die 5th Avenue South, die bereits für den Durchgangsverkehr gesperrt wurde.
Wir finden ein freies Plätzchen in der 5th Avenue South, Ecke 3rd Street South. Gegen 11 Uhr fährt der erste Wagen an uns vorbei. Der Auftakt der Parade ist recht militärisch angehaucht.
Auf dem ersten Wagen thront eine mannshohe Soldatenskulptur. Nicht zu vergessen, die dickbäuchigen Altherrenriegen, die in kurzen Hosen mit Tennissocken und Turnschuhen aufmarschieren, als wäre dies eine Militärparade. Mir gefallen die Spielmannszüge
am besten, die größtenteils mit afroamerikanischen Musikern und Tänzern besetzt sind. Die rocken richtig ab! Und die Cheerleader
sind auch nicht übel. Zwischen dem – teilweise skurrilen – Fußvolk
sind zahlreiche Wagen
im Einsatz, sogar viele ausgefallene Pkw.
Wie beim Straßenkarneval schmeißen die Insassen Süßigkeiten
– vor allem Lutscher und Bonbons – ins Publikum. Ganz zur Freude der wenigen (Enkel-) Kinder, die sich zwischen die überwiegend senioren Zuschauer gemischt haben. Den Abschluss der Parade bilden die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr.
Als sie an uns vorbei fahren, sind gut und gern zwei Stunden vergangen.
Um der prallen Sonne zu entkommen und etwas zu trinken, kehren wir zum Wagen zurück. Als wir in den Autositzen hocken und unseren Durst stillen, stellen wir fest, dass wir ziemlich erschöpft sind. Daher lassen wir unseren ursprünglichen Plan sausen, Old Naples zu Fuß zu erkunden. Stattdessen nehmen wir die I-75 nach Sarasota, wo wir ein paar Tage lang bei Freunden bleiben wollen.
Um 17 Uhr erreichen wir das Haus von Barbara und Greg. Wir werden schon freudig erwartet, denn die beiden haben Karten besorgt für das Gulf Coast Rhythm and Ribfest in Palmetto
($ 5 im Vorverkauf, $ 10 am Eingang). Sie drängen darauf loszufahren. In Palmetto angekommen, parken wir auf dem Gelände neben einer Kirche ($ 3 Parkgebühr) und laufen zum Festplatz.
Das Spektakel ist recht überschaubar. Den Höhepunkt bilden fünf kolossale Imbissbuden,
in denen Spare Ribs von BBQ-Meistern zubereitet werden. Die Pokale, die die Grillmeister gewonnen haben (wie Best Ribs in 2008, Best BBQ-Sauce in 2006 oder dergleichen) sind vor den Buden ausgestellt. Wer kein Gegrilltes möchte, kann sich an einem Pizzastand gütlich tun. An mehreren Getränkewagen werden Bier vom Fass und Soft Drinks ausgeschenkt. Und dann sind da noch eine Handvoll Schleckerbuden mit Eis oder gebrannten Nüssen. Etwas sonderbar finde ich, dass man für Getränke Marken kaufen muss (die man an einem separaten Kassenhäuschen erwerben kann), während man das Essen direkt am jeweiligen Stand bar bezahlt.
Karusselle sucht man vergeblich. Dafür gibt es Hüpfburgen für die Kleinen und eine Motorrad-Stunt-Show
für die Großen. Auf einem weitläufigen überdachten Gelände sind Tische und Bänke aufgestellt. Dahin kann man sich zurückziehen, um das gezapfte Bierchen oder die Rips zu genießen. An der Kopfseite ist eine Bühne aufgebaut, auf der verschiedene Bands abwechselnd ihre Songs zum Besten geben. Davor schwingen einige Paare das Tanzbein.
Die Veranstaltung gleicht einem kleinen Sommerfest mit Fressmeile und Live-Musik – nur, dass man hier Eintritt zahlen muss. Wofür eigentlich?