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10.03.2010 | 16:05 Uhr
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Tag 1 – Do, 12. März 2009 –
Strecke: Stuttgart – Atlanta – Fort Lauderdale – Pembroke Pines
Unterkunft: Grand Palms Spa & Golf Resort, Pembroke Pines, 110 Grand Palms Drive ($ 91 DZ inkl. Frühstück)
Um 5:15 Uhr klingelt der Wecker. Dieses frühe Aufstehen ist mir ein Gräuel, aber was soll’s. Schnell unter die Dusche, die letzten Sachen in den Koffer gestopft … und da klingelt auch schon der Taxifahrer an der Tür.
Im Check-in-Bereich von Delta ist noch nichts los. Einige Meter vor der Gepäckaufgabe fängt uns eine Sicherheitsbeamtin ab. Sie bombardiert uns mit einer Reihe von Fragen: „Wann haben Sie das Gepäck gepackt? Hatte seitdem jemand Zugang zu Ihrem Gepäck? Welche elektronischen Geräte nehmen Sie mit? Waren diese kurz vor Reisebeginn zur Reparatur?“ – und dergleichen mehr, bis sie uns endlich zum Schalter vorlässt. Mit den Boardingpässen in der Hand trotten wir zur Sicherheitskontrolle. Überraschenderweise geht sie zügig von statten. Nach einer einzigen Kontrolle sind wir auch schon im Wartebereich. Das soll’s gewesen sein? Unglaublich! Wenn ich da an unseren letzten Flug in die USA über Frankfurt zurück denke, vor dem wir gleich dreimal gefilzt wurden … das war die reinste Schikane.
Flug DL 117 startet um 9:50 Uhr in Richtung Atlanta. Nach elf Stunden Flugzeit erreichen wir unseren Zwischenstopp. Nun wird es stressig, denn uns bleiben nur knapp eineinhalb Stunden, um unseren Anschlussflieger nach Fort Lauderdale zu erwischen. Zuerst müssen wir durch die Passkontrolle. Seit 2007 hat sich hinsichtlich der Einreisebestimmungen einiges geändert. Damals hatten sie sich mit den Fingerabdrücken meiner Zeigefinger begnügt, nun werden die Abdrücke aller zehn Finger gescannt. Nur an der Knurrigkeit der Sicherheitsbeamten hat sich nichts geändert. Die Beamtin leiert ihre einstudierten Fragen herunter und reagiert sichtlich genervt, als ich ihr Kauderwelsch nicht auf Anhieb verstehe.
Als nächstes müssen wir unser Gepäck abholen. Wieso sie die Koffer nicht bis Fort Lauderdale durchchecken können, ist mir ein Rätsel. Aber so ist es halt. Also auf zu Band 8 und dann zum Zoll. Als wir die meterlange Warteschlange vor dem Zoll sehen, kommen uns ernste Zweifel, ob wir den Anschlussflug tatsächlich erwischen werden. Doch dann geht’s schneller als gedacht. Hinter dem Zoll geben wir die Koffer wieder auf und passieren die Sicherheitskontrolle. Danach fahren wir mit der Elektrotram zur Abflughalle A und flitzen zu Gate 27. Das Boarding hat bereits begonnen. Wir sitzen in der vorletzten Reihe des Fliegers, in der mich der Gestank der dahinter liegenden Toiletten fast umhaut.
Zwei Stunden später landen wir in Fort Lauderdale. Wir sind heilfroh, dass keine weiteren Kontrollen erfolgen, der Vorteil eines Inlandflugs. Wir holen unsere Koffer und laufen zur Autovermietung. Am Avis-Schalter ist kaum Betrieb. Wir sind sofort an der Reihe. Unser Wagen – ein schwarzer Chevy Impala – steht auf Parkplatz D 18. Die Schlüssel stecken im Schloss. Also ab ins Hotel. Das Grand Palms Spa & Golf Resort liegt 25 mi (40 km) außerhalb von Fort Lauderdale. Dank unseres Palmtop-Navis finden wir unsere Unterkunft auf Anhieb. Unser Zimmer hat die übliche »Ausstattung mit zwei Queen-Betten. Es liegt im Erdgeschoss mit Blick auf den Golfplatz. Allerdings ist es schon zu dunkel draußen, so dass man den Golfplatz im schwachen Mondlicht nur erahnen kann.
Die Tücke der Etagen-Angabe: Oftmals wird man beim Einchecken an der Rezeption gefragt: “Is first floor okay?“. Gemeint ist, ob man mit einem Zimmer im Erdgeschoss einverstanden ist. Im amerikanischen Englisch nutzt man das britische Wort „Ground Floor“ nicht, sondern beginnt im Erdgeschoss mit der Nummerierung der Stockwerke. Demnach ist das Erdgeschoss der „First Floor“ und das 1. Obergeschoss der „Second Floor“.
Ich falle sofort ins Bett. Jens ist noch munter und möchte noch nicht schlafen. Er hat gelesen, dass heute um 20:30 Uhr ein Space Shuttle in Cape Canaveral startet – und dass man den Start von der ganzen Küste Floridas aus sehen kann. Das will er sich nicht entgehen lassen. Ich bin zu platt, um ihn zu begleiten. Daher tigert Jens allein los, während ich einen Ausflug ins Land der Träume mache.