08.10.2008 | 07:20 Uhr
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Dies & das
Welche Probleme belasten unser Land am meisten?
Für alle diese Fragen wurde eine ernstgemeinte Lösung gefunden,
die in ihrer banalen Genialität selbst dem Dümmsten einleuchtet:
Wir verbieten den Frauen das Autofahren!!!
Klingt vielleicht ein bisschen chauvinistisch, ist es aber nicht.
Wenn Frauen nicht mit dem Auto fahren dürften, könnten einige von
ihnen keinen Job annehmen und somit wäre für viele arbeitslose
Männer wieder eine Tätigkeit gefunden. Dadurch schaffen wir zwar
keine Arbeitsplätze, aber die vorhandenen würden gerechter unter
den Haushalten verteilt und somit wäre der drohenden sozialen Ungerechtigkeit
entgegengewirkt.
Frauen wären nicht so mobil und würden mehr Zeit der Kindererziehung
widmen, was unserer Jugend zugute käme. Da sich unsere Kinder aufgrund
der intensiveren Erziehung weniger den Drogen und den Verbrechen hingäben,
wäre das Problem der Jugendkriminalität gebannt.
Je weniger weibliche Autofahrer, desto weniger Autos, was nicht nur
unserer gebeutelten Umwelt zugute käme, sondern auch dem Verkehrschaos
ein Ende setzen würde. Der gefährliche CO²-Ausstoß wäre
stark reduziert und unsere Straßen wären ruhiger = sicherer = weniger
Verkehrstote.
Ein wenig beachteter Punkt ist, dass die Frau bei der örtlichen Bindung
an ihren Wohnsitz nur lokale Geschäfte nutzen könnte, was die großen
Handelsketten in ferngelegenen Industriegebieten deutlich zu Gunsten
der kleinen Tante-Emma-Läden oder Wochenmärkten schwächte.
Die mobile Eingrenzung der Frau hätte somit auch einen Effekt auf den
Terror der Großindustrie.
Da die Frau nun mehr Zeit zu Hause verbringt, sollte frische Hausmannskost
den Mikrowellenpseudofraß ersetzen, was die Ernährung und somit
auch die Gesundheit der Nation wesentlich verbessert. Somit würden wir
auch das Budget der Krankenkassen entlasten. Das nicht genutzte Kapital könnte
man für die Krebs- oder AIDS-Forschung verwenden.
Vereinfacht: Frauen weg vom Steuer = weniger Krebs.
Frauen beschweren sich doch immer, dass sie sich auf den Straßen nicht
sicher fühlen. Wir sagen, ein Grund mehr für sie, zu Hause zu bleiben.
Wir denken bei diesen Ausführungen auch an die Frauen, denen wir nicht
mehr die Gefahr des alltäglichen Straßenverkehrs oder dunkler
Parkhäuser zumuten möchten.
FAZIT: Wir denken, es gäbe noch ein Dutzend weiterer Gründe, die
die These bekräftigen, aber was spricht dagegen? Nur weil Frauen unbedingt
Autofahren wollen, setzen sie das Glück unserer Jugend auf's Spiel?
Nehmen die immer schlimmer werdende soziale Ungerechtigkeit in Kauf? Unser
Ozonloch wächst ständig und die Städte quellen nur so über,
weil Frauen nicht auf eine gewohnte Bequemlichkeit verzichten wollen. Wir
finden die Einstellung der Frauen sehr egoistisch und fordern jeden
auf, unseren Vorschlag in jeglicher Form zu unterstützen!
Ein Problem bliebe natürlich vorerst ungelöst: Wer fährt
die Männer heim, wenn sie besoffen sind?