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29.07.2010 | 17:39 Uhr

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Karlsruhe – Stadtrundgang durch die Fächerstadt

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Ein sonniger Herbsttag mit strahlend blauem Himmel brachte uns am Tag der Deutschen Einheit auf die Idee, einen Ausflug nach Karlsruhe zu machen.

Karlsruhe im Kurzüberblick

Karlsruhe ist nach »Stuttgart und Mannheim die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg. Auf einer Fläche von 173 km² leben knapp 290.800 Einwohner. Seit 1950 ist Karlsruhe Sitz des Bundes­gerichts­hofs und seit 1951 des Bundes­verfassungs­gerichts, was der Stadt den Beinamen „Residenz des Rechts“ einbrachte.

Karlsruhes Geschichte begann 1715 mit der Grund­stein­legung zum Residenz­schloss des Markgrafen Karl Wilhelm von Baden-Durlach, der seine neue Residenz inmitten seines Jagdreviers, dem Hardtwald, gründete. Er legte fest, dass alle Straßen fächer­förmig auf sein Schloss zulaufen sollen. Stadtansicht, Karlsruhe

Karlsruhe liegt in der ober­rheinischen Tief­ebene an den kleinen Flüssen Alb und Pfinz sowie am Rhein und grenzt im Osten an die letzten Ausläufer des Schwarz­walds und des Kraich­gaus.

Stadtrundgang durch Karlsruhe

[Sa, 3. Okt. 2009] — Wir starten unseren Rund­gang durch Karlsruhe in der Oststadt am Renaissance­schloss Gottesaue, Schloss Gottesaue, Karlsruhe das seit 1989 von der Hochschule für Musik genutzt wird. Dann gehen wir über die Durlacher Allee zur Lutherkirche. Lutherkirche, Karlsruhe Sie wurde 1905 – 1907 im Auftrag der Kirchen­gemeinde Karlsruhe im romanischen Stil erbaut. Nur wenige Schritte weiter steht die neu­gotische Sankt Bernhard Kirche, die zurzeit leider ein­gerüstet ist (und somit kein schönes Bildmotiv abgibt ).

Unser nächstes Ziel ist der Fasanen­garten – der östliche Teil des Schloss­gartens. Hier befindet sich das 1765 als Lust­schloss errichtete Fasanen­schlösschen. Fasanenschlösschen, Karlsruhe Die gegen­über­liegenden Feld­hüter­häuschen – in Form von Chinesischen Pavillons – Chinesische Pavillons, Karlsruhe Chinesischer Pavillon, Karlsruhe wurden ein Jahr zuvor aufgestellt. Als wir in Richtung Wasserfontäne Wasserfontäne, Karlsruhe weiter­laufen, ertönt hinter uns das Tuten der Schloss­garten­bahn. Schlossgartenbahn, Karlsruhe Die Klein­bahn lädt an den Wochen­enden der warmen Jahres­zeit zu einer 2 km langen Rund­fahrt durch den Schloss­garten ein (Fahr­preis 2,30 €).

Durch ein reichlich verziertes, schmiede­eisernes Tor Tor zum Schlossgarten, Karlsruhe gelangen wir zum acht­eckigen Schloss­turm Schlossturm, Karlsruhe Schlossturm, Karlsruhe (1715 – 1716) an der Rück­seite des Schlosses. Seine 42 m hohe Aussichts­platt­form kann man über 165 Stufen erklimmen. Rechts am Turm vorbei schlendern wir am Westflügel des Schlosses entlang. Dabei passieren wir den See­pferd­brunnen, Seepferdbrunnen, Karlsruhe der etwas verdeckt unter Bäumen am Ende einer kleinen Wiese steht. Der Brunnen wurde von 1709 – 1716 von Gabriel Grupello für den Schwetzinger Schlossgarten geschaffen und 1824 in den Karlsruher Schlossgarten versetzt. Heute befindet sich hier eine Kopie; das Original ist wieder in Schwetzingen. Schließlich erreichen wir den Schloss­platz, von dem man die beste Sicht auf die Front­seite des drei­flügeligen Schlosses hat. Der Schlossplatz wird gesäumt von einem guten Dutzend Skulpturen, Skulptur, Karlsruhe Skulptur, Karlsruhe die der bayrische Bildhauer Ignaz Lengelacher in den Jahren 1758 – 1764 nach Themen der Mythologie schuf. Das Karlsruher Schloss Karlsruher Schloss Karlsruher Schloss Karlsruher Schloss selbst wurde zwischen 1715 und 1718 im Auftrag des Mark­grafen Karl Wilhelm von Baden-Durlach errichtet und war bis 1918 Residenz­schloss des jeweils regierenden Landes­herrn. Im Inneren des Schlosses ist das Badische Landes­museum unter­gebracht, das Kunst-, Kultur- und Landes­geschichte vom Mittel­alter bis zur Gegenwart ausstellt.

Am Denkmal des Großherzogs Karl Friedrich Skulptur, Karlsruhe vorbei marschieren wir in Richtung Marktplatz. Auf dem Platz feiert heute der Karlsruher Verkehrs­verbund sein 15-jähriges Bestehen mit einem kleinen Weinfest. Leider verdecken die Wein- und Fressbuden die Sicht auf die 6,50 m hohe Sandstein-Pyramide, die die Gruft des Stadt­gründers birgt. Die Zelte des Weinfests reichen bis an den Eingang des Rathauses, Karlsruher Rathaus das die West­seite des Markt­platzes begrenzt. Es wurde von 1805 bis 1825 erbaut. Das Glocken­spiel unter dem Tympanon ist seit 1981 in Betrieb. Die Evangelische Stadtkirche Evangelische Stadtkirche, Karlsruhe (1807 – 1816) gegenüber dem Rathaus hat was von einem griechischen Tempel. Das dritte Gebäude, das auf dem Markt­platz ins Auge sticht, ist das ehemalige Groß­herzoglich Badische Bezirks­amt von 1900, in dem heute das Polizei­revier Karlsruhe-Markt­platz Polizeirevier Karlsruhe-Marktplatz unter­gebracht ist.

Als nächstes spazieren wir über die Kaiserstraße – Karlsruhes 2 km lange Fuß­gänger­zone – in Richtung Europa-Galerie. Dabei kommen wir an drei Brunnen vorbei. An der Ecke Kaiser- und Lamm­straße steht der Lamm­brunnen (oder auch Jung­brunnen) Lammbrunnen, Karlsruhe Detail am Lammbrunnen, Karlsruhe von 1986. Er zeigt greise Schafe und Menschen, die ins Wasser steigen und jung wieder heraus kommen. Zwei Kreuzungen weiter an der Herren­straße befindet sich der Herren­brunnen Herrenbrunnen, Karlsruhe von 1978. Und an der nächsten Kreuzung (Ecke Wald­straße) wurde 1984 der Wald­brunnen Herrenbrunnen, Karlsruhe auf­gestellt.

Am Kaiserplatz, auf dem Kaiser Wilhelm I. Kaiser Wilhelm I. Denkmal, Karlsruhe hoch zu Ross thront, machen wir kehrt und laufen über die Stephanien­straße in Richtung Orangerie. Orangerie, Karlsruhe Sie wurde zwischen 1853 und 1857 zusammen mit Teilen des Botanischen Gartens geschaffen. Heute dient sie der Staatlichen Kunst­halle als Ausstellungs­ort für die Werke der Klassischen Moderne. Der Botanische Garten Botanischer Garten, Karlsruhe Palmenhaus, Karlsruhe selbst liegt zwischen Schloss­garten, Orangerie und dem Bundes­verfassungs­gericht. Eine Ausstellung im Tor­bogen­gebäude Torbogengebäude, Karlsruhe informiert ausführlich über seine Entstehungs­geschichte, von der ersten Pflanzen­sammlung über die Gründung im Jahr 1808 und die Umgestaltungen im 19. Jh. bis hin zum heutigen Erscheinungs­bild. (Der Eintritt ist übrigens frei.) Vorbei am ehemaligen Winter­garten, Palmenhaus, Karlsruhe in dem jetzt die Badische Weinstube untergebracht ist, schlendern wir zum Auto zurück.

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