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08.02.2012 | 03:07 Uhr

HauptseiteParks & EventsFreizeit- & Tierparks • Filmpark Babelsberg (Potsdam)


Filmpark Babelsberg

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Adresse
Öffnungszeiten
März bis Nov., 10 – 18 Uhr
Eintrittspreise
Erwachsene 19 €, Kinder 12,50 € (Stand: März 2008)

Potsdam und »Berlin – das waren die Ziele unseres drei­tägigen Kurz­urlaubs im Oktober 2004. Neben der obliga­torischen Stadt­besichtigung in Berlin stand ein Besuch des Filmparks Babelsberg auf unserem Ausflugspro­gramm.

Tag 1 – Di, 19 Okt. 2004 –
Strecke: Hamburg – Potsdam – Berlin (345 km)
Unterkunft: ABACUS Tierpark Hotel, Berlin-Friedrichsfelde (65 € DZ exkl. Frühstück)

Um 9 Uhr geht es los auf die Autobahn. Unser erstes Ziel ist der Filmpark Babelsberg in Potsdam. Es ist Mittag, als wir dort ankommen. Zu unserem Glück ist die Warte­schlange vor dem Kassen­häuschen nur kurz, und wir gelangen schnell in den Park. Im Eintritts­preis von 17 € ist der Besuch von drei Shows inklusive. Die erste Show „Fernsehen Live“ beginnt um 12 Uhr. Schade, die haben wir gerade verpasst! Macht aber nichts. Es ist ja noch früh am Tag, und wir haben den ganzen Park noch vor uns.

Der Lageplan, den mir die Kassiererin in die Hand gedrückt hat, verschafft uns einen Überblick über das Parkgelände. Der Park ist in sechs Themen­bereiche aufgeteilt. Gleich links vom Eingang geht's nach Camelot und dem Dorf der Wölfe. Dieser Bereich ist mit seinem Schafott, Filmpark Babelsberg der Folter­kammer, Filmpark Babelsberg dem Geister­haus Filmpark Babelsberg Filmpark Babelsberg und dem kleinen Friedhof auf Spuk und Gruseln ausgerichtet. Aber die inszenierten Schauer­effekte, die jedes Kind aus der Geisterbahn kennt, reißen kaum einen Besucher vom Hocker.

Nächste Park­attraktion ist die Tauchfahrt des Schreckens, die Simulation einer U-Bootfahrt. Doch das einzige, das mir einen Schrecken einjagt, ist die lange Schlange vor dem Eingang. Wieso dauert das hier so lange? Obwohl nur eine Hand voll Leute vor uns stehen, geht es nicht voran. Die Wartezeit zieht sich hin wie ein Kaugummi. Nach gut und gern einer halbe Stunde öffnet sich endlich die Kugel und die nächste Gruppe kann hinein. Die Simulation an sich ist nicht gerade spektakulär, die Rekonstruktion des Inneren des U-Boots jedoch gut gemacht und auf jeden Fall sehenswert.

Eintrittskarte zum Filmpark Babelsberg Was? Schon so spät? Da um 14 Uhr die Stuntshow Bartertown beginnt, machen wir uns direkt nach der Schreckens­fahrt auf den Weg zum Vulkan. Wieder Anstehen und schier endlose Warterei! Eine Wasser­fontäne vor dem Eingangs­bereich kommt besonders gut bei den wartenden Park­besuchern an. Da er Wind günstig steht, bekommen wir eine Gratis­erfrischung. Bei der Außen­temperatur von 14 °C ruft das allerdings nur mäßig erfreute Gesichter hervor.

Knapp 45 Minuten später haben wir recht gute Plätze auf der Zuschauer­tribüne ergattert mit freier Sicht auf die Bühne. Die Show ist dem Uralt-Streifen Mad Max 3 nachempfunden. Mit dröhnenden Motoren, Filmpark Babelsberg dichten Rauchschwaden, Filmpark Babelsberg brennenden Requisiten Filmpark Babelsberg und inszenierten Kampf­szenen versuchen die Stuntmen ihr Publikum zu beeindrucken. Ich bin von der Show nicht sonderlich begeistert und finde die Pannen am unterhaltsamsten. Erst springt ein Flucht­wagen nicht an, dann gelingt es einem Stuntman nicht, sich vom Dach abzuseilen. Sein Seil hat sich verknotet, so dass er auf halbem Weg nach unten hilflos in der Luft hängen bleibt. Die Krux einer Live-Show! grins

Gut, weiter im Programm. Uns bleiben nur 15 Minuten, bis die Filmtiershow Merlins Rückkehr in Camelot beginnt. Also nichts wie hin. Schnell sind alle Plätze auf der kleinen Zuschauer­tribüne belegt und der Zugang wird mit Gittern abgesperrt. Viele Besucher, die kurz nach uns kommen, finden keinen Platz mehr und müssen vom Absperr­gitter aus zuschauen.

Zur allgemeinen Belustigung werden vier Laien­darsteller aus dem Publikum herausgepickt und kostümiert. Sie werden mit entsprechenden Regie­anweisungen in das Geschehen eingebunden. Die Show ist recht amüsant. Was mir allerdings bis zum Ende der Show nicht klar wird: Wo bleibt eigentlich Merlin? Wurde seine Rückkehr vereitelt? Oder ist meine Aufnahme­fähigkeit aufgrund meiner sinkenden Körper­temperatur (nachdem ich nun über eine Stunde auf den beiden Tribünen gehockt habe, bin ich regelrecht durchgefroren), dermaßen eingeschränkt, dass ich Merlin nicht bemerke?

Nach der Show ist es bereits später Nachmittag. Uns bleiben noch zwei Stunden Zeit, bis der Park seine Pforten schließt. Wir hetzen durch den Garten des kleinen Muck, den Nachbau einer Filmkulisse, die bei den Dreharbeiten zum Spielfilm verwendet wurde.

Dann erreichen wir die Halle der Traumwerker, in der wir mehr über Maske, Filmpark Babelsberg Kostüm und Kulissenbau erfahren wollen. „Filmhandwerk zum Anfassen“ heißt es im Prospekt. Gegen Entrichtung eines kleinen Obolus’ kann man sich in der Maske schminken lassen oder ein Kostüm anprobieren. Zumindest theoretisch, denn da sich weder in der Maske noch im Kost­ümbereich ein Park­mitarbeiter blicken lässt, bleibt es bei der theoretischen Möglichkeit. Anscheinend sind gerade alle zur Pause! Also nichts mit „anfassen“.

Im Sandmann-Haus gleich gegenüber sind einige Sets des beliebten „Ost-Sand­männchens“ aufgebaut. Durch zwei Fenster können wir einer Puppen­bauerin und einer Kamera­frau bei der Arbeit auf die Finger schauen.

Die Caligari-Halle, nicht weit davon, beherbergt einige Schätze der Film­geschichte. Wir treffen „alte Bekannte“ wieder, wie den Glücks­drachen Fuchur und die Stein­beißer­familie Filmpark Babelsberg Filmpark Babelsberg aus der unendlichen Geschichte. Oder Darth Vader und Yoda aus der Star Wars Trilogie. In einem anderen Teil der Halle kann man Münchhausens Kanonen­kugel­flug am Bluescreen nachspielen.

Anschließend gehen wir zur Haltestelle, von der aus die Studio-Tour durch die Medienstadt startet. Wartezeit laut Infotafel diesmal nur 20 Minuten. Ein kleiner Junge hinter uns in der Schlange fängt an zu Nörgeln. Auch ihm scheint das ewige Anstehen auf das Gemüt zu schlagen. Seine Mutter versucht ihn zu besänftigen. „Weißt du, wie viele neue Klamotten wir dir für das Eintritts­geld hätten kaufen können? Wenn wir schon mal da sind, sollten wir uns auch alles anschauen“, höre ich sie sagen. Anscheinend beschleicht nicht nur mich der Eindruck, dass ich das Eintritts­geld besser anderweitig investiert hätte.

Als der Bus endlich kommt, verschwindet der Fahrer erst mal für weitere zehn Minuten „um die Ecke“. Ob ihn ein dringendes Bedürfnis plagt oder er sich genüsslich einen Kaffee oder dergleichen einverleiben möchte, werden wir wohl nie erfahren. Wieder zurück, kutschiert er uns durch die Medienstadt Babelsberg. Die Medienstadt grenzt direkt an den Filmpark an und kann zu Fuß nicht besichtigt werden. Die Tour führt uns vorbei an den Hallen für den Filmschnitt, der Halle für Spezial­effekte und an einigen Filmstudios. Das muss ich an dieser Stelle noch mal ganz besonders betonen: die Tour führt uns an den Hallen vorbei, wir können also lediglich die Gebäude von außen sehen. Wow, ist das nicht genial? Der Höhepunkt der Bustour ist der Stopp an einer Original-Kulisse, in der unter anderem Teile des Films Sonnenallee gedrehte wurden. Wegen Copyright, Filmrechte und dergleichen herrscht hier absolutes Fotografier- und Filmverbot. Na klasse!

Nach der Studio-Tour hechten wir zum 4D-Actionkino Metropolis und sind regelrecht verzückt, dass wir nicht anstehen müssen. Eine freundliche Dame reicht jedem eine 3D-Brille und wir nehmen Platz. Kaum dass wir sitzen, werden auch schon die Sicherungs­bügel herunter­gefahren und ein Zeichen­trick­film gestartet. Das Filmerlebnis ist klasse, das absolute Highlight des Filmparks. Nur schade, dass meine 3D-Brille von den zahlreichen Besuchern, die sie bereits vor mir auf der Nase hatten, dermaßen fett­verschmiert ist, dass mir die Sicht getrübt ist. Nach wenigen Spiel­minuten ist der Film auch schon vorbei. Es ist kurz vor sechs und der Park wird in Kürze schließen. Wir schauen noch schnell im Kinderland Panama vorbei, das sich gleich neben dem Kino befindet, und steuern dann den Ausgang an.

Fazit: Mich konnte der Filmpark Babelsberg nicht überzeugen. Der Park an sich ist relativ klein und hat nicht viel Sehenswertes zu bieten. Schade! 

Der erste Tag unseres Kurzurlaubs neigt sich seinem Ende zu, doch der Abend liegt noch vor uns. Ziemlich durchgefroren, etwas müde und hungrig steigen wir ins Auto und fahren weiter nach »Berlin.

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